Episode Details
Back to Episodes
CL002 - Über die Sonne und den Klimawandel
Description
CL002 - Über die Sonne und den Klimawandel
Die Episode über die Sonne und ihren Einfluss auf den Klimawandel
Es ist Sommer und es ist heiß. Aber viel heißer als es normal wäre und der Grund dafür ist die Klimakrise. Und wer ist daran schuld? Die Sonne und ihre Aktivität, meinen zumindest einige. Was die Sonne wirklich mit der Klimakrise zu tun hat und ob man die Ursache der Klimakrise in der Astronomie suchen muss, wird Thema dieser Folge sein.
Begrüßung
Eva und Teresa treffen sich mitten in der größten Hitzewelle dieses Sommers. Bisher jedenfalls, denn es kann durchaus noch wärmer werden. In den Medien wird das mit harmlosen Bildern aus Freibädern begleitet; in der Realität sind diese Hitzetage aber alles andere als harmlos. Deswegen wird es in dieser Folge darum gehen, was denn jetzt wirklich die Ursache der Klimakrise ist, und wie viel Einfluss die Sonne und astronomische Ereignisse dabei haben.
Wer ist schuld am Klimawandel?
Es gibt Leute, die behaupten, dass die Menschen nichts für die Erwärmung der Erde können, sondern stattdessen die Sonne schuld an allem ist; die Sonnenaktivität soll dafür der Grund sein, dass es jetzt wärmer ist. Die Aktivität der Sonne war ja schon das Thema der letzten Folge und in dieser Folge wollen wir ihre Auswirkung auf das Klima der Erde näher betrachten. Natürlich hat die Sonne einen Einfluss auf das Klima; sie treibt mit ihrer Energie alles an. Dabei geht es bei der Sonnenaktivität um die hydrodynamischen und elektromagnetischen Aktivitäten im heißen Plasma der Sonne. Die Auswirkungen davon zeigen sich in Form von Sonnenwinden, Sonnenflecken, Protuberanzen, koronalen Massenauswürfen, und so weiter. Die Aktivität der Sonne ist wichtig für uns; sie führt aber definitiv nicht dazu, dass sie relevant heller oder dunkler wird.
Auf Webseiten wie der Homepage des Weltraumteleskops SOHO dem Twitter-Account von DLR Next kann man sich die Aktivität der Sonne täglich ansehen.
Die Klimabilanz und die Sonne
Wie viel Energie von der Sonne auf die Erde kommt lässt sich messen und ist durch die Solarkonstante definiert, welche sich kaum ändert. Aus den Messungen von Satelliten und auch aus Eisbohrungen und anderen indirekten Messmethoden wissen wir, dass in den letzten 9000 Jahren kaum Änderungen bei der Solarkonstante stattgefunden haben. Die Sonnenaktivität selbst schwankt in einem 11-Jahres-Zyklus, aber auch das hat keine Auswirkungen auf das Klima, denn das was wir an Klimawandel in den letzten Jahrzehnten beobachten, läuft ja auch auf anderen Zeitskalen ab. Die Erde wird immer wärmer; die Sonnenaktivität aber wird alle 11 Jahre stärker und schwächer. Und die Entwicklung der Sonne selbst läuft auf Zeitskalen von Milliarden Jahren ab.
Die kosmische Strahlung und das Klima
Die Behauptung, dass die Sonnenaktivität das Klima beeinflusst, geht auf eine wissenschaftliche Arbeit des Physikers Hendrik Svensmark aus dem Jahr 1997 zurück (kann man hier nachlesen). Seine These: Von überall aus dem Universum kommt kosmische Strahlung ins Sonnensystem. Die Teilchen dieser Strahlung beeinflussen die Wolkenbildung auf der Erde und damit indirekt das Klima. Wie viel kosmische Strahlung von außen kommt hängt aber von der Stärke der Sonnenaktivität ab: Je aktiver die Sonne selbst ist, desto mehr kosmische Strahlung kann sie “abblocken”. Und so wird durch die Sonnenaktivität das Klima auf der Erde moduliert.
Das ist prinzipiell nicht unplausibel. Und eine Hypothese, die von der Wissenschaft durchaus ernsthaft untersucht worden ist. Mit dem Resultat allerdings, dass das nicht so funktioniert, w