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DU011 - Die Kilonova und die Geburt des Magnetar
Description
DU011 - Die Kilonova und die Geburt des Magnetar
Astronomen aus Leidenschaft surfen auf den Magnetwinden toter Sterne
Wir diskutieren zuerst noch einmal wie man Menschen nennen sollte die Astronomie nicht hauptberuflich betreiben. Und entwickeln die Idee für eine Fernsehserie mit dem Titel “Astronomen aus Leidenschaft”. Danach erzählt Ruth eine tolle Geschichte über die Geburt eines Magnetars. Dazu braucht es nämlich eine Kilonova. Und Asteroiden können auf den Sternwinden surfen und Radioblitze erzeugen. Das Universum ist wie immer äußerst cool! Fragen gibt es auch wieder und unsere Antworten darauf. Es geht um das Zentrum des Universum, die Geschwindigkeit der Himmelskörper, den Namen des Mondes und jede Menge andere Themen.
Einleitung: Leidenschaftsastronomen und Dinge die im Dunkeln leuchten
Wir sprechen kurz über die Vorschläge unserer Hörer Moritz und Christian zu einer anderen Bezeichnung von Amateurastronomen: “Astronomen aus Leidenschaft”. Dann erzählt Ruth noch kurz vom Jupitermond Europa, dessen Eiskruste anscheinend im Dunkeln leuchtet, also nicht weil sie von der Sonne angestrahlt wird, sondern von ganz alleine (naja, fast…), ein Phänomen, das sich die Sonde Europa Clipper in gut 5 Jahren genauer ansehen wird.
Mehr Informationen zu den Themen der Einleitung
Mehr zur Europa Clipper Mission gibt es hier.
Astro-Geschichte: Die Geburt eines Magnetars und wie Asteroiden auf relativistischen Sternwinden surfen
Magnetare sind Neutronensterne mit extrem starken Magnetfeldern. Dass es die gibt, wissen wir schon länger, aber wie sie entstehen ist noch unklar. Die Entstehung eines solchen Magnetars durch die Kollision zweier Neutronensterne wurde nun möglicherweise beobachtet (“The Broad-band Counterpart of the Short GRB 200522A at z=0.5536: A Luminous Kilonova or a Collimated Outflow with a Reverse Shock?”). Ein Gamma-Ray Burst gefolgt von einer viel zu hellen Kilonova ist zumindest ein deutliches Indiz dafür.
Ein anderes Forscherteam hat eine mögliche Erklärung für seltsame unregelmäßige Radiostrahlung von Magnetaren gefunden (“Repeating fast radio bursts caused by small bodies orbiting a pulsar or a magnetar”). Durch ihr extremes Magnetfeld und ihre absurd schnelle Rotation erzeugen diese Sternleichen relativistische Winde, also geladene Teilchen, die sich mit annähernd Lichtgeschwindigkeit vom Magnetar wegbewegen. Wenn nun ein Asteroid sich durch dieses Windfeld pflügt, erzeugt er Turbulenzen, die wiederum intensive Radiostrahlungsausbrüche (Fast Radio Bursts) auslösen. Bei einer entsprechenden Menge an Asteroiden kommt es zu den beobachteten schnellen, unregelmäßigen Radio Bursts.
Mehr Informationen zu den Themen der Geschichte
Wie Neutronensterne an ihr Magnetfeld kommen könnt ihr in diesem Artikel nachlesen.
Über Pulsar könnt ihr in dieser Podcastfolge mehr hören.
Zum Massensterben durch Gammablitze findet ihr hier mehr Informationen.
Mehr zu der potentiell beobachteten Entstehung eines Magnetars gibt es auf
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