Episode Details
Back to EpisodesWas verbirgt sich hinter den Sieben Schwestern am Nachthimmel? - Die Plejaden und ihre wahre Natur | Fakten zum Einschlafen - Das Universum
Description
Rechts neben dem Gürtel des Orion lässt sich an klaren Winterabenden eine auffällig dichte Gruppe von Sternen erkennen. Die meisten Menschen zählen sechs, manche sieben Lichter auf einer Fläche, die nicht größer ist als ein Daumen bei ausgestrecktem Arm. Doch dieses vertraute Bild, das uns seit Jahrtausenden begleitet, trügt. Die Episode beleuchtet die Geschichte dieses Himmelsobjekts, das die Sumerer als MUL.MUL bezeichneten, die Griechen als Plejaden verehrten und die Maori als Matariki zu ihrem Neujahrsfest machten. Es wird erklärt, warum der Sternhaufen über Jahrhunderte hinweg als kalenderischer Anker für Landwirtschaft und Seefahrt diente und wie sich die Vorstellung einer kleinen Sternengruppe durch die Beobachtungen Galileos grundlegend wandelte.
Heute wissen wir, dass der Haufen nicht aus wenigen, sondern aus über tausend Sternen besteht, die gemeinsam geboren wurden und sich noch immer durch unsere Galaxie bewegen. Das Licht, das wir heute empfangen, begann seine Reise vor etwa 444 Jahren, während die Sterne selbst bereits seit der Kreidezeit leuchten. Die Episode nimmt sich die Zeit, die historischen Annahmen der sichtbaren Vollständigkeit von der tatsächlichen physikalischen Realität zu trennen, und benennt auch die offenen Fragen, die die moderne Astrometrie weiterhin untersucht.
Bei der Arbeit an dieser Episode kehrte ich immer wieder zu einer einfachen Erkenntnis zurück: Wie schnell wir bereit sind, das, was unser Auge gerade noch auflösen kann, als die vollständige Wirklichkeit zu betrachten. Mich fasziniert die Beständigkeit dieses Sternhaufens, der unbeeindruckt von menschlichen Deutungen und wechselnden Namen einfach weiterleuchtet. Es ist beruhigend zu wissen, dass ein Objekt, das wir heute Nacht betrachten, bereits leuchtete, als die Dinosaurier die Erde bevölkerten.