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#42 - Eine unsichtbare Unterschrift und sieben offene Seitentüren: KI in ganz normalen Händen

#42 - Eine unsichtbare Unterschrift und sieben offene Seitentüren: KI in ganz normalen Händen

Episode 42 Published 2 days, 23 hours ago
Description

OpenAI versteckt in der EU eine unsichtbare Unterschrift in ChatGPT-Texten. Und in Südkorea sind Angreifer durch Seitentüren in sieben Banken eingedrungen – mit einem KI-Werkzeug, das jeder gratis herunterladen kann.


Heute geht es darum, wie KI in ganz normalen Händen ankommt: bei Wählern, Käufern, Reisenden – und bei Einbrechern.


In dieser Folge:

🌑 Europa: ChatGPT-Text bekommt eine versteckte Unterschrift (01:53) — OpenAI baut mit textGrain ein unsichtbares Wasserzeichen in Texte von ChatGPT und der Programmier-KI Codex ein, in den nächsten Wochen und nur in der EU. Der Grund ist Artikel 50 des EU AI Act: Seit 2. August 2026 müssen KI-Inhalte maschinenlesbar markiert sein, bei Verstößen drohen bis zu 15 Millionen Euro oder drei Prozent vom Umsatz. Die Kritik: So, wie es gebaut ist, lässt es sich sehr leicht umgehen.

🌑 Münchner RobCo wird Einhorn (07:58) — beim AheadX-Event in Hard kam die Frage: Können europäische Firmen gute KI-Modelle bauen? Bei Sprachmodellen haben wir den Zug verpasst, aber Physical AI kommt. Das Münchner Roboter-Start-up RobCo ist laut Wall Street Journal und heise jetzt mit über einer Milliarde bewertet – ein Einhorn. Wenn unsere KMUs europäische Physical-AI-Produkte kaufen, fließt echtes KI-Geld nach Europa.

🌑 Sieben koreanische Banken, ein kostenloses KI-Hacking-Werkzeug (13:27) — seit etwa 1. Oktober sind Angreifer in sieben südkoreanische Banken und Kreditgeber eingedrungen, darunter Shinhan und KB Kookmin. Abgeflossen sind Namen, Telefonnummern, Einkommen und Kreditlimits. Sie kamen nicht über die Banking-App, sondern durch Seitentüren – Webseiten für Mitarbeiter und externe Entwickler – mit einem KI-Werkzeug, das man in fünf Minuten gratis herunterladen kann.

🌑 Wahlen durch KI: ein Geist auf der Bühne (19:11) — in Brasilien kam Flávio Bolsonaro im ersten Wahlgang auf rund 47 Prozent, Präsident Lula auf 45; am 25. Oktober ist Stichwahl. Im Wahlkampf zeigte er auf einer Riesenleinwand ein KI-Video seines Vaters Jair Bolsonaro, der im Gefängnis sitzt – gleiche Stimme, gleiches Gesicht, angekündigt als KI-Simulation. Die Technologie liegt da. Wie lange, bis wir das in Europa sehen?

🌑 Mehr KI-Missbrauchsbilder in sechs Monaten als im ganzen Jahr 2025 (22:36) — ein schweres Thema. Die Internet Watch Foundation hat im ersten Halbjahr 2026 6.310 KI-generierte Bilder von sexuellem Kindesmissbrauch gefunden, 40 Prozent mehr als im ganzen Jahr 2025. Offene Modelle lassen sich herunterladen und auf dem eigenen Rechner betreiben. Die IWF fordert, dass die EU ihre Verordnung gegen sexuellen Kindesmissbrauch beschließt; Kritiker nennen sie „Chatkontrolle“.

🌑 Goldene Woche: Die KI plant deinen Urlaub (26:51) — in Chinas Goldener Woche planen viele ihre Reise nicht mehr über Google oder Booking.com, sondern mit KI-Agenten; Tongcheng Travel meldet ein Vielfaches der üblichen Anfragen an seinen KI-Agenten. Die KI gibt keine 20 Links mehr, sondern sagt: Nimm dieses Hotel. Und wer hat dafür bezahlt? Forscher warnen vor versteckten kommerziellen Interessen.


🧵 Der rote Faden (30:31) — KI ist in ganz normalen Händen angekommen: bei Wählern, Käufern, Reisenden und bei Einbrechern. Habt ihr die Hintertüren und Seitentüren in eurer Firma schon mit KI geprüft?


📱 Schreib Malcolm auf WhatsApp/Telegram/Signal: +43 676 6144 904

🌐 werchota.ai


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