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Ost-West-Debatte: Reden wir uns auseinander?
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Rund um den Tag der Deutschen Einheit wird in Deutschland besonders gerne darauf geschaut, was im Osten anders läuft als im Westen. Dann geht es um Wahlergebnisse, statistische Unterschiede oder vermeintliche Schwächen des Ostens, die natürlich schleunigst ausgeglichen werden müssen.
Der Linguist Kersten Sven Roth von der Uni Magdeburg hat den Diskurs über die Deutsche Einheit analysiert. Er ist Professor für germanistische Linguistik an der Uni Magdeburg und hat ein Buch darüber geschrieben. Es heißt: „Ostdeutsch? Westdeutsch? Missverständnis!“. Roth hält die Unterscheidung zwischen „dem“ Osten und „dem“ Westen für ein Problem. Er erklärt im Podcast, wie Deutschland mit- und übereinander spricht – und wie es besser gehen könnte.
Roth plädiert dafür, den Diskurs über die Deutsche Einheit völlig neu zu führen und die Wende als einen Neustart für beide Teile des Landes zu sehen. Ostdeutschland dürfe nicht immer nur als andersartig oder minderwertig beschrieben werden. Diese Rhetorik verhindere eine echte Debatte - und letztendlich auch die Deutsche Einheit.
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt Redaktion: Lars Langenau, Sarah Neu Produktion: Ann-Kathrin Schneider
Redaktionsschluss für diese Podcastfolge zum Tag der Deutschen Einheit war Freitag, der 02. Oktober 2026 um 15 Uhr.
Mehr Informationen über das Buch von Kersten Sven Roth, können Sie hier nachlesen.
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