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Back to EpisodesGnade und Frieden für alle
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Vom Deich in Nordfriesland bis nach Sumatra
Vor einigen Jahren machte ich einen Spaziergang bei Nordstrand in Schleswig-Holstein. Am Deich fiel mir ein Gedenkstein auf. Darauf las ich: „Hier stand einst das Geburtshaus von Ingwer Ludwig Nommensenv, Missionar der Batak auf Sumatra, geboren am 6.2.1834, gestorben am 23.5.1918.“
An den Gedenkstein auf dem Deich musste ich denken, als ich vor Kurzem mit Bruder William unterwegs war. Bruder William ist Mitarbeiter der Karmelmission in Indonesien. Er bringt das Evangelium den dort lebenden Muslimen.
Bruder William, der selbst zum Volk der Batak gehört, erzählte mir stolz von seiner persönlichen Familienverbindung zu Missionar Nommensen. Sein Ur-Ur-Großvater hatte durch diesen zum Glauben an Jesus gefunden. Bruder William sagte mir: „Wir sind sehr dankbar für das Wirken von Ludwig Nommensen. Für uns ist er der ‚Apostel der Batak‘.“
Was ist ein Apostel?
„Apostel“, das genau ist der Titel, mit dem sich Paulus hier am Beginn seines Briefes an die Gemeinden in Galatien vorstellt.
Der damaligen Gepflogenheit fürs Briefeschreiben folgend, beginnt der Brief mit der Nennung des Absenders.
Das Wort „Apostel“ stammt vom griechischen Verb apostellô, zu Deutsch „senden“. Das entsprechende lateinische Verb lautet „missus“, gesendet; daher kommt der Begriff „Missionar“.
Ein Apostel ist von der Wortbedeutung her also einfach „ein mit einer Botschaft Gesandter“.
Im Sprachgebrauch des Neuen Testaments ist der Begriff „Apostel“ genauer eingegrenzt. Hier bedeutet „Apostel“ eine von Jesus Christus außergewöhnlich und persönlich beauftragte Person, um sein Evangelium in die Welt zu tragen.
Jesus autorisiert die von ihm ausgewählten Apostel, sein Werk nach seiner Himmelfahrt fortzuführen. Die Verkündigung der Apostel und ihre Schriften, wie sie im Neuen Testament enthalten sind, legten den bis heute gültigen Grundstein für den christlichen Glauben. Durch das von den Aposteln verkündete Evangelium ruft Gott auch heute noch Menschen zum Glauben an Jesus. Alle an Christus gläubigen Menschen bilden gemeinsam die weltweite Kirche.
In diesem Sinne bezeichnet sich Paulus als Apostel: „Paulus, ein Apostel, nicht von Menschen, auch nicht durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater“. Sorge um die Gemeinden in Galatien
Im weiteren Verlauf des Briefes wird deutlich, warum Paulus seine göttliche Autorität als Apostel besonders betont.
Die von ihm adressierten Gemeinden in Galatien entstanden vermutlich auf seiner ersten Missionsreise. Apostelgeschichte 14 berichtet vom mächtigen Wirken Gottes in Ikonium, Lystra und Derbe.
Das alles ist nun schon ein paar Jahre her. Doch sehr dringend schreibt Paulus nun diesen Christen in Galatien einen Brief.
Es sind Missstände in ihren Gemeinden entstanden, die zurechtgerückt werden müssen. Davon handelt der übrige Teil des Briefes, welcher auf diese Einleitung folgt.
Lese ich den gesamten Galaterbrief, dann wird klar, dass nach der Abreise des Paulus andere, falsche Lehrer das Wort ergriffen haben. Sie stellen nicht nur die apostolische Autorität von Paulus infrage, sie haben auch die Botschaft verändert, die er ihnen damals gepredigt hat. Mit Schrecken stellt Paulus fest, dass daraus nun ein anderes Evangelium geworden ist.
Die Predigt des Evangeliums von Jesus Christus – das ist doch die lebenslange große Leidenschaft von Paulus! Ständ