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#291 GddZ - CourtnAI

#291 GddZ - CourtnAI

Published 10 hours ago
Description
Der virtuelle Gerichtssaal als Trainingsplatz

Im Gespräch mit Gesine Irskens

Gesine Irskens ist Vorsitzende Richterin am Landgericht Hannover und verantwortete bis Ende Mai 2026 Projekte im Bereich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Seit Juni 2026 leitet sie im Niedersächsischen Innenministerium das Referat Innovative Technologien für die Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung. Für die VR-Trainingsanwendung »CourtnAI« erhielt das Projektteam 2025 den Digital Justice Award.

LINK ZUM FACHARTIKEL: Gesine Irskens im Gespräch mit Sascha Weigel, Konfliktdynamik 3/2026

Zusammenfassung

In dieser Folge sprechen wir über gerichtliche Konfliktbearbeitung und darüber, wie neue Technologien in der Justiz eingesetzt werden. Im Mittelpunkt steht das Projekt CourtnAI aus dem Niedersächsischen Justizministerium, das 2025 den Digital Justice Award gewonnen hat.

Wir berichten, wie der Einstieg über digitale Verhandlungen und den Einsatz von § 128a ZPO in Zivilverfahren erfolgte. Daraus entwickelte sich der Kontakt zur IT- und Digitalisierungsarbeit im Justizbereich sowie die spätere Beschäftigung mit künstlicher Intelligenz zur Verbesserung von Geschäftsprozessen und Servicequalität.

Ein Schwerpunkt ist der Einsatz von Virtual Reality in der Aus- und Fortbildung. Mit VR-Brillen trainieren wir Szenarien wie Zeugenvernehmungen, mündliche Prüfungen, Mediation oder Verhandlungen in einem virtuellen Gerichtssaal. Nach den Übungen gibt die KI Feedback zur Durchführung und zur Einhaltung prozessualer Rahmenbedingungen.

Wir erläutern, dass das Projekt eng mit Praktikerinnen und Praktikern entwickelt wurde. Über Workshops, Rollenspiele und fiktive Fälle wurden die relevanten Inhalte identifiziert und in die Anwendung übertragen. Dabei kommen große Sprachmodelle, Prompting und ein RAG-System mit kuratierten Fortbildungsunterlagen zum Einsatz.

Zum Schluss geht es um Nutzen und Grenzen der Anwendung. Wir sehen Vorteile durch stärkere Konzentration, höhere Handlungssicherheit und einen immersiven Lerneffekt, betonen aber auch, dass VR klassische Fortbildungen und den direkten Austausch mit Expertinnen und Experten nicht ersetzt, sondern ergänzt.


Mehr zu INKOVEMA:


Kapitel

0:09 Einstieg in die Podcast-Folge 0:31 Digitale Konfliktbearbeitung in der Justiz 1:36 Von der Praxis ins Ministerium 4:27 VR-Training für Gerichte 7:04 Bedarf statt Technik-Gimmick 11:46 Hürden bei Inhalt und Technik 15:01 Daten, Modelle und Feedback 20:

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