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Back to EpisodesIm Dunkeln wächst Vertrauen
Description
1. Vom Tod überrascht
„Der Peter ist tot“, hörte ich am anderen Ende der Leitung. Was? Ich hatte doch noch vor Kurzem mit ihm gesprochen. Ja, morgens lag er tot im Bett. Völlig unerwartet. Ich war geschockt. Peter – sein richtiger Name lautet anders – stand mitten im Leben, mitten im Beruf. Jetzt ist er nicht mehr da. Von einer Minute auf die andere.
Kennen Sie auch solche Situationen, in denen Sie vom Tod eines Menschen überrascht worden sind?
Vielleicht auch deshalb, weil man über den Tod kaum noch spricht. Er wird mehr und mehr zum Tabuthema. Dabei ist nichts sicherer als der Tod. Er wird auch mich erreichen – egal, ob ich ihn ignoriere oder verdränge.
2. Warum das Trauerhaus weiser macht als das Festhaus
Deshalb ist der Rat Salomos ein weiser Rat: „Es ist besser, in ein Haus zu gehen, wo man trauert, als in ein Haus, wo man feiert; denn da zeigt sich das Ende aller Menschen, und der Lebende nehme es zu Herzen! Trauern ist besser als Lachen; denn durch Trauern wird das Herz gebessert.“ (Prediger 7,2-3)
Es ist also besser, auf Beerdigungen zu gehen als auf Hochzeiten. Beerdigungen helfen mir, an mein eigenes Ende zu denken. Wenn ich weiß: Schon morgen könnte mein Leben zu Ende sein, dann werde ich mein Tun heute anders bewerten. Wie unwichtig werden manche Dinge, die heute noch zentral für mich sind, wenn ich weiß: Ich werde bald sterben.
Wenn ich mich mit meinem Tod beschäftige, werde ich Entscheidungen treffen, die von größerer Tragweite sind. Ich werde mein Leben aufräumen, Beziehungen wieder in Ordnung bringen.
Im Trauerhaus treffe ich auch auf Leute, die meinen Beistand brauchen. Hier geht es um tiefgründige Gespräche: Trauer lindern und Trost geben.
Aber gerade im Angesicht des Todes wird meine Hoffnung sichtbar. Als Christ glaube und bekenne ich: Ich werde nicht im Grab bleiben, sondern auferstehen und dem wiederkommenden Christus entgegengehen.
Woher weiß ich das? Vom Apostel Paulus. Der hat die Thessalonicher ermahnt, sich daran immer wieder zu erinnern, damit sie nicht betrübt sind wie die Menschen, die keine Hoffnung haben (1. Thessalonicher 4,13).
Deshalb kann ich auch die Gelegenheit nutzen, zur Beerdigung von Bekannten und Arbeitskollegen zu gehen. Hier kann ich mittrauern. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, kann ich aber auch davon reden, dass Jesus in meinem Leben das letzte Wort hat und nicht der Tod.
3. Der Tag des Glücks – und die Grenzen des Lachens
Salomo redet in unserem Text aber nicht nur vom Tod. Er redet in Vers 14 auch vom Tag des Glücks. Damit ermutigt er jeden, der mit Gott unterwegs ist, sich an dem zu freuen, was Gott an Gutem in unser Leben hineinlegt. Auch wenn die Quelle unseres Glücks Gott selbst ist, gibt es doch vieles, was wir genießen können, worüber wir uns von Herzen freuen dürfen. Doch bei aller Freude sollten wir nie vergessen, von wem diese Freude kommt, wer uns mit Glück überschüttet. Salomo erinnert uns daran: Das ist das Werk Gottes.
Schon im ersten Teil unseres Textes irritiert, dass Salomo das Lachen und die Freude auch negativ darstellt: „Trauern ist besser als Lachen“, „Das Herz der Toren ist dort, wo man sich freut“. Hie