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Back to EpisodesGeld haben oder Geld dienen
Description
Geld regiert die Welt – wirklich?
Geld regiert die Welt – ohne Moos nix los. Bestimmt kennen Sie diese Sprüche, und die stimmen doch, oder? Wir müssen unseren Lebensunterhalt bezahlen, unsere Kinder unterstützen, für das Alter vorsorgen. Wir spenden unseren Zehnten und wir brauchen auch mal Urlaub. Ohne Geld geht das alles nicht. Die ganze Gesellschaft würde ohne Geld nicht funktionieren. Bei jedem Vorhaben, das geplant wird, steht die Frage: Rechnet sich das finanziell? Die gesamte wirtschaftliche Entwicklung ist auf Gewinn orientiert. Im persönlichen Leben stehen Finanzexperten bereit, um uns zu beraten, wie wir unser Geld am besten anlegen können, damit es sich vermehrt.
Nun heißt es im Vers 9: Wer Geld liebt, wird vom Geld niemals satt, und wer den Reichtum liebt, wird keinen Nutzen haben. Sagen diese Worte nicht das Gegenteil der eingangs zitierten Sprüche? Sind sie nicht etwas weltfremd? Tatsächlich ist es so: Geld lieben und mit Geld umgehen ist nicht dasselbe.
Die Frage ist immer: Hat das Geld uns oder haben wir das Geld – egal, wie viel Geld jeder von uns besitzt. Wer oder was treibt uns an, wer bestimmt unser Leben? Stehen unsere Aufgaben als Mitarbeiter von Jesus in Familie und im Reich Gottes an erster Stelle, für die wir natürlich auch Geld brauchen? Oder ist es die heimliche Gier nach Geld?
Wenn Reichtum zum Lebensziel wird
„Wer Reichtum liebt, wird keinen Nutzen haben“, so heißt es weiter in unserem Text. Wirklich nicht? Ist das nicht zu drastisch formuliert? Anscheinend gab es schon vor rund 3000 Jahren die Gefahr, dass Menschen vor allem damit beschäftigt waren, ihren Reichtum zu vermehren. Sie wollten ihr Leben mit Geld absichern und waren damit so beschäftigt, dass sie ihr Leben gar nicht genießen konnten. Sie wollten vielleicht sich und ihrer Familie etwas Gutes tun und haben sie dabei vernachlässigt. Je mehr Geld du sammelst, desto mehr Menschen kommen, um auf deine Kosten zu leben, heißt es im Vers 10. Andere Menschen haben es auf deinen Reichtum abgesehen, wie auch immer. Von Löhnen, Steuern und Abgaben ganz zu schweigen. Wie viele Beziehungen sind an Geldstreitereien zerbrochen, auch in unserer Zeit?
Wer arbeitet, dem ist der Schlaf süß, er habe wenig oder viel gegessen, aber die Fülle lässt den Reichen nicht schlafen, sagt Vers 11. Damit werden zwei verschiedene Menschen beschrieben: Einer, der seinen kleinen Lebensunterhalt selber verdient und gut schlafen kann – und ein anderer, der seinen Reichtum nicht selbst erarbeitet hat. Vielleicht hat er ihn geerbt oder er hat ihn allein auf Kosten anderer erlangt. Er findet darüber keinen Frieden, im Gegenteil.
Wenn der Reichtum zum Lebensziel wird, kann er einem Menschen zum Verhängnis werden. Oder wie es im Vers 12 heißt: Es ist ein böses Übel, das ich sah unter der Sonne: Reichtum, wohl verwahrt, wird zum Schaden dem, der ihn hat. Ob es Kriminelle sind, die es auf seinen Reichtum abgesehen haben, ob es politische oder wirtschaftliche Umwälzungen sind, die den Reichtum dahinschmelzen lassen – keiner weiß, was im Leben noch alles kommt.
Eine meiner Uromas war besonders sparsam, um nicht zu sagen etwas geizig. Anstatt anderen und sich selber ab und zu mal eine Freude zu machen oder etwas in ihr Häuschen zu investieren, um es für ihre Familie zu erhalten, hat sie eisern gespart. Und dann – am Ende des Zweiten Weltkrieges – war ihr vieles Geld fast nichts mehr wert.
Im nächsten Vers heißt es: Genauso nackt, wie er bei der Geburt auf die Welt gekommen ist, muss dieser Mensch auch wieder die Welt verlassen. Und obwohl er viel gearbeitet und große Mühe auf sich genommen hat, wird