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Wolfgang Leikermoser | Radiolegende - Wie viel Leiki steckt wirklich in „Guten Morgen Bayern“?

Wolfgang Leikermoser | Radiolegende - Wie viel Leiki steckt wirklich in „Guten Morgen Bayern“?

Episode 136 Published 2 days, 3 hours ago
Description
Wolfgang „Leiki“ Leikermoser über fast 40 Jahre Radio, frühes Aufstehen, Publikum – und warum Live-Magie kein Algorithmus ersetzt.

Wenn andere noch überlegen, ob sie den Wecker zum dritten Mal auf Schlummern stellen, ist Wolfgang „Leiki“ Leikermoser längst auf Sendung. Seit 1988 gehört seine Stimme zu „Antenne Bayern“. Fast vier Jahrzehnte Radio bedeuten tausende Sendungen, unzählige Interviews, spontane Einfälle und vermutlich eine Menge sehr frühen Kaffee. Im Gespräch mit André Puchta geht es deshalb um eine naheliegende Frage: Wie schafft man fast 40 Jahre Morningshow, ohne zum Morgenmuffel zu werden?

Dabei war Radio zunächst gar kein jahrzehntelang ausgearbeiteter Karriereplan. Leikermoser beschreibt seinen Einstieg selbst als Zufall: 1986 sei er zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen und habe bei Nürnberg-Radio Gong angefangen. Als er später nach Deutschland kam, hatte er nach eigener Erinnerung 130 Mark und eine Campingliege dabei – vor allem aber den Wunsch, genau das Radio zu machen, das ihm selbst gefiel. Zwei Jahre später wechselte er zu „Antenne Bayern“. Aus dem jungen Österreicher wurde „Leiki“, aus einem Job eine Lebensaufgabe und aus der Stimme am Mikrofon für viele Hörerinnen und Hörer ein fester Bestandteil des Morgens.

Leikermoser ist bekannt dafür, Radio nicht nur aus dem Studio heraus zu machen. Für Aktionen seines Senders fuhr er mit dem Tretboot von Bamberg nach Passau, hielt bei extremer Kälte am Funtensee aus und stellte sich immer wieder Herausforderungen, die mit einem gemütlichen Moderatorenstuhl wenig zu tun haben. 2026 kam ein weiteres Abenteuer hinzu: Im Allgäu übernachtete er in rund 1.200 Metern Höhe auf einem Portaledge direkt an einer Felswand. Hinter solchen Aktionen steckt ein Grundverständnis von Radio, das sich durch seine Karriere zieht: Geschichten funktionieren besonders gut, wenn man sie nicht nur erzählt, sondern selbst erlebt. Im Podcast geht es deshalb um verrückte Ideen, die Grenze zwischen Mut und Leichtsinn – und um die Frage, bei welcher Aktion selbst Leiki heute sagen würde: Das mache ich kein zweites Mal.

2017 wurde Wolfgang Leikermoser mit dem Deutschen Radiopreis als bester Moderator ausgezeichnet. Ein Höhepunkt seiner Karriere fiel dabei mit einem der traurigsten Momente seines Lebens zusammen: Sein Vater war nur wenige Tage zuvor gestorben. Bei der Preisverleihung sprach Leikermoser darüber und widmete ihm einen besonders persönlichen Teil seiner Dankesrede. Der Moment zeigte eine andere Seite des Mannes, dessen Beruf normalerweise darin besteht, Menschen morgens mit Energie in den Tag zu schicken. Wie geht man live auf Sendung, wenn einem privat überhaupt nicht nach guter Laune ist? Wo endet die öffentliche Rolle und wo beginnt der Mensch dahinter? Und muss ein Morgenmoderator eigentlich immer gut gelaunt sein – oder entsteht Nähe zum Publikum gerade dann, wenn auch andere Gefühle Platz haben?

Gerade die Nähe zu den Hörern gehört für Leiki zu den Dingen, die sich nicht automatisieren lassen. Radio ist für ihn kein anonymer Lautsprecher, sondern ein Gespräch mit Menschen, die gerade im Auto sitzen, frühstücken, zur Arbeit fahren oder vielleicht allein zu Hause sind. Eine gute Moderation muss deshalb spontan wirken, ohne beliebig zu sein, persönlich, ohne sich aufzudrängen, und unterhaltsam, ohne jede Sekunde zur Pointe machen zu wollen. Dass das funktioniert, bewies nicht zuletzt der Deutsche Radiopreis: Die Jury würdigte damals seine über Jahre konstant hohe Qualität.

Doch kann man Radiomoderation eigentlich lernen? Was macht eine unverwechselbare Stimme aus? Und woran merkt Leikermoser nach wenigen Sekunden, ob ein Gespräch im Radio trägt oder gerade dringend eine Rettung braucht? Eine Folge über fast vier Jahrzehnte Radiogeschichte, große Momente, frühe Wecker und verrückte Aktionen, Medienwandel und die besondere Nähe zwischen einer Stimme und ihrem Publikum – und über einen Moderator, der bis heute davon lebt, dass man im Radi

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