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Nevio Passaro | Sänger, Songwriter & Produzent – Wie viel Papa steckt heute in deinem Pop?

Nevio Passaro | Sänger, Songwriter & Produzent – Wie viel Papa steckt heute in deinem Pop?

Episode 134 Published 4 days, 1 hour ago
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Nevio Passaro über „Amore Per Sempre“, Papa-Pop, drei Kulturen, Vatersein – und warum Erfolg heute für ihn etwas anderes bedeutet.

Er war Castingstar, landete mit „Amore Per Sempre“ auf Platz zwei der deutschen Singlecharts und erhielt für sein Debütalbum Gold. Mehr als 25 Jahre später sitzt Nevio Passaro noch immer am Klavier, schreibt Songs und steht auf Bühnen – nur die Geschichten, die ihn heute beschäftigen, haben sich verändert. Aus Liebesliedern und italienischem Pop ist etwas entstanden, das er selbst „Papa-Pop“ nennt. Musik über Kinder, Familienchaos, Geborgenheit und das manchmal ziemlich erstaunliche Gefühl, dass die spannendsten Geschichten des Lebens plötzlich nicht mehr backstage, sondern direkt zu Hause passieren. Im Gespräch mit André Puchta geht es deshalb um die Frage: Wie viel Papa steckt heute in deinem Pop?

Nevio Passaro wächst in Mittelfranken zwischen deutscher und italienischer Kultur auf. Seine Mutter ist Musiklehrerin, Klavier und Gitarre begleiten ihn früh, gleichzeitig entwickelt er eine große Leidenschaft für Sprachen. An der Universität Bologna studiert er moderne Fremdsprachen für Dolmetscher und Übersetzer und schließt als Simultandolmetscher für Italienisch, Deutsch, Englisch und Französisch ab. 1999 erscheint mit „La Mia Parola“ seine erste Single, 2006 wird er durch „Deutschland sucht den Superstar“ einem Millionenpublikum bekannt. Ein Jahr später gelingt mit „Amore Per Sempre“ der große eigene Erfolg. Dass Passaro heute in mehreren Sprachen schreibt und singt, ist deshalb kein Marketingkonzept, sondern Teil seiner Biografie.

Dabei war seine Karriere nie nur eine gerade Linie vom Castingformat zum Popstar. Passaro schrieb und produzierte eigene Musik, betrieb nach vielen Jahren in Berlin sein Studio Uno und entwickelte seinen Sound immer wieder weiter. Inzwischen lebt er mit seiner Familie wieder in Mittelfranken und pendelt zwischen Bayern, Berlin und dem italienischen Cilento. Heimat ist für ihn damit weniger ein einzelner Ort als ein Wechsel zwischen Sprachen, Gerüchen, Mentalitäten und musikalischen Einflüssen. Besonders die süditalienischen Wurzeln tauchen auch in seiner aktuellen Musik wieder auf: Für „Ciao ragazzi!“ verbindet er deutschsprachigen Pop mit elektronischen Elementen und traditioneller Tarantella aus dem Cilento.

Der größte Perspektivwechsel kam allerdings nicht durch eine neue Platte, sondern durch seine Kinder. Nevio Passaro ist zweifacher Vater und beschreibt diese Erfahrung als eine völlig neue Dimension von Liebe. Über Jahre sammelte er Gedanken, Beobachtungen und Sätze aus dem Familienalltag – mehr als 200 Seiten Notizen auf dem Smartphone. Daraus entstand nach und nach ein neues musikalisches Kapitel. „Gelato“, „Motzi Mozzarella“ und schließlich „Ciao ragazzi!“ erzählen vom Familienleben, ohne klassische Kindermusik sein zu wollen. Passaro nennt das „Papa-Pop“: Songs, die Kinder verstehen können, die aber genauso für Eltern funktionieren sollen.

Im Podcast geht es deshalb auch um die Frage, was Erfolg nach so vielen Jahren eigentlich bedeutet. Ist eine hohe Chartplatzierung heute noch genauso wichtig wie Anfang 20? Wie verändert sich der Ehrgeiz, wenn zu Hause zwei Kinder warten? Und kann ein Künstler akzeptieren, dass eine Karriere unterschiedliche Geschwindigkeiten hat? Passaro kennt große Bühnen und öffentliche Aufmerksamkeit, aber ebenso Phasen, in denen andere Dinge wichtiger wurden. Nach gesundheitlich schwierigen Jahren, in denen er mehrere Operationen überstehen musste und zeitweise sogar seine Tätigkeit als Sänger gefährdet sah, bekam die Frage nach Prioritäten für ihn noch einmal ein anderes Gewicht.

Spannend ist dabei der Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Natürlich gehört „Amore Per Sempre“ weiterhin zu Nevio Passaro. Ebenso gehören Castingfernsehen, Goldalbum und der Comet als bester Newcomer zu seiner Geschichte. Aber wie lange möchte ein Künstler eigentlich an dem Erfolg gemessen werden, mit dem ihn vie

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