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Back to Episodes„Alles hat seine Zeit“
Description
Alles hat seine Zeit
„Alles hat seine Zeit.“ Oft habe ich diesen kurzen Satz selbst ausgesprochen, wenn es etwas zu tun gab, das einfach getan werden musste. Die Straße fegen hat seine Zeit … Schnee schaufeln hat seine Zeit … den Rasen mähen hat seine Zeit … schlafen gehen hat seine Zeit … usw. Für mich war dieser Satz immer ein Ausdruck dafür, dass jetzt Dinge einfach dran sind und erledigt werden müssen. „Alles hat seine Zeit.“
Der Prediger, der aus seiner Erfahrung und Weisheit heraus wahrscheinlich eher jüngere Menschen anspricht, benutzt diesen Satz jedoch etwas anders.
Er spricht nicht von einer To-do-Liste, die abgearbeitet werden will. Vielmehr zeigt er Gegensätze auf, die sich im Laufe eines Lebens immer wieder ereignen bzw. getan werden. Es gibt nicht nur das eine, sondern auch das andere. Sehr deutlich wird das gleich in dem ersten Gegensatz, den er im zweiten Vers beschreibt:
„Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit …“ (Prediger 3, 2a).
Die Ewigkeit im Herzen
Im ganzen Buch Prediger präsentiert sich der Autor als ein erfahrener, kluger und weiser Beobachter der menschlichen Existenz. Man könnte sagen: Er wirft einen Blick aus höherer Warte auf das volle Menschenleben. Und in seinen Beobachtungen, die er mit seinen Lesern teilt, sieht er Schönes, wie auch Schwieriges; Dinge, die Freude machen, und Dinge, die wirklich wehtun. So, wie es sich im Leben tatsächlich oft darstellt. Und all das gehört zum menschlichen Dasein dazu – „Alles hat seine Zeit.“
Er beobachtet aber auch unterschiedliche Phasen im Leben … Situationen und Ereignisse, die man nicht planen oder einfach tun kann, sondern die einem Menschen im Leben widerfahren. Vieles in unserem Leben ereignet sich außerhalb unserer Möglichkeiten, die Dinge kontrollieren zu können.
Genauso wenig, wie wir in Gänze erfassen und verstehen können, warum dieses oder jenes geschieht, und genauso wenig, wie wir in Gänze das Warum hinter allem verstehen, genauso wenig werden wir in diesem Leben in Gänze erfassen, was Gott alles geschaffen und gemacht hat. Es überfordert unseren Verstand. Und so stellt der Autor des Buches Prediger bei seinen Betrachtungen fest:
„Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt“ (Prediger 3, 11a).
Der erste Teil dieses Verses ist ein Lobpreis auf Gottes unbegreifliche Schöpfungskraft. Ja, Gott hat alles schön gemacht! Auch wenn wir immer wieder Gegensätze erkennen – Dinge, die schön sind … und Dinge, die schwierig sind – soll ich eines nicht übersehen:
„Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit …“ (Prediger 3, 11a).
In den Gegensätzen, die der Autor in den ersten Versen dieses Kapitels beschreibt, schwingt immer auch der Gedanke der Vergänglichkeit mit. Nichts in dieser Welt ist von Bestand. Situationen und Lebensumstände verändern sich. Und da stellt sich manch einer die Frage: Wa