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Back to EpisodesHolger ruft an ... wegen Sachsen-Anhalt
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Es sei eine „relativ gut schnorrende Sendungsmaschine“ gewesen, sagt Johannes Schneider. Der Kulturjournalist und Redakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“ hat sich am Wahlabend die Berichterstattung von ARD und ZDF über die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt angesehen. Seine Kritik: Es seien Sendungen gewesen, „in denen die AfD sehr stark normalisiert wurde“. An verschiedenen Stellen, sagt Schneider, hätte er lieber „ein widerständigeres Fernsehen gesehen“. Doch die Kollegen seien sehr in der Deckung geblieben.
Er wolle dafür niemandem die Schuld geben. Die Position des Medienkritikers sei immer auch bequem, findet Schneider. Er sei sich dessen bewusst, wie anspruchsvoll es sei, solche Gesprächsrunden zu leiten, Interviews zu führen, gerade live im Fernsehen.
Über eine Stelle aber wunderte er sich besonders: Als AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund offen die ARD angriff. Das sei die Chance gewesen für den Moderator, selbst zum Protagonisten zu werden, sich zu wehren. Stattdessen sei der einfach schnell übergegangen zur nächsten Frage – als sei das alles ganz normal.
Wie war der Wahlabend insgesamt? Haben die TV-Journalisten versagt? Hätten sie stärker eingreifen müssen? Und: Ist es grundsätzlich veraltet, wie Politiker nach solchen politischen Ereignissen interviewt werden? Darüber spricht unser Podcast-Host Holger Klein mit Johannes Schneider in der neuesten Folge von „Holger ruft an …“.
Der Host: Holger Klein ist Podcaster und ehemaliger Hörfunkmoderator. Seit 2021 ruft er für Übermedien jede Woche bei Leuten aus der Medienbranche an, um mit ihnen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe zu sprechen.
Links:
- Wer nicht für uns ist, der wurde wohl manipuliert („Zeit“)
- „Die im Osten“ – Kommentar zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2021 (Übermedien)
- Wie berichtet man über die AfD, wenn sie den eigenen Arbeitgeber abschaffen will? (Übermedien-Podcast)
- Interview mit Chefredakteur aus Sachsen-Anhalt: „Ich ärgere mich heute noch, dass ich damals nicht einfach mit den Menschen geredet habe“ (Übermedien)
- Und jetzt schalten wir live zu unseren Korrespondenten vor Ort, wo nichts passiert (Übermedien)