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Description
Zefanias Botschaft und Berufung
Die Botschaft, die dem Propheten Zefania aufgetragen wird, ist geradezu ein Paukenschlag. „Das Maß ist voll!“ – lässt Jahwe, der GottIsraels, den Übriggebliebenen in Juda und speziell Jerusalem ausrichten. Etwa 80 Jahre sind vergangen, seit Gott das Nordreich aufgrund seines Ungehorsams zerstören ließ. Das Südreich Juda hingegen hat noch Gnadenfrist erhalten. Bis jetzt. Es soll eine Zeit zur Umkehr und Rückbesinnung auf Gott, seinen Erlöser, sein.
Doch kleine Ansätze von Reformen werden erstickt. Über 55 Jahre herrscht König Manasse über das Südreich. Seine politischen Entscheidungen und seine pro-heidnische Ausrichtung treiben das Volk immer tiefer in den geistlichen, moralischen, ja nationalen Verfall. Heidnische Gepflogenheiten, Wahrsagerei, Zauberei, Lug und Trug haben Hochkonjunktur. Jahwe ist den Menschen gleichgültig. Jahwe ist, wenn überhaupt, nur noch eine lächerliche Randfigur in der Gesellschaft. Das einst für IHN ausgesonderte, heilige Volk steht am Abgrund – ohne es zu merken.
Und mittendrin der junge Prophet Zefania. Wir erfahren nichts weiter über die Umstände seiner Berufung. Die ausführliche Liste seiner Vorfahren gibt seinen Worten Gewicht. Es ist anzunehmen, dass Zefania in Jerusalem lebt. Seine Wurzeln reichen offenbar zu König Hiskia zurück. Doch ansonsten tritt seine Person völlig hinter seine Botschaft zurück. Er ist übrigens der erste Prophet, der sich nach rund 70-jährigem prophetischem Schweigen (seit Jesaja und Micha) zu Wort meldet.
„Das Maß ist voll! – Gottes Maß ist voll!“ – so lautet seine Botschaft. Der große Gerichtstag steht vor der Tür.
Der angekündigte Gerichtstag
Und doch handelt Jahwe nicht willkürlich. Auch jetzt kündigt er zuvor an, was er tun wird. So, wie er es in der Geschichte des Volkes immer getan hat. Ob der eine oder andere doch noch aufhorchen wird?
„Ich will …“, wiederholt Gott mehrfach. „Ich will … ich werde Gericht üben.“
Doch wen betrifft der große Gerichtstag?
Zunächst einmal jeden Menschen. Die ganze Schöpfung ist betroffen. Jahwe sammelt alles und jeden zum Gericht. Keiner ist ausgenommen. Keiner kann sich herausreden. Alle sind schuldig. Weil sie Jahwe nicht die Ehre gegeben haben, die ihm zusteht. Das Gericht zielt vor allem auf die Gottlosen. Und es beginnt am Haus Gottes. An seinem eigenen Volk in Juda und Jerusalem. Ausdrücklich ben