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Halleluja

Published 3 weeks, 1 day ago
Description
Der Bibeltext Psalm 146 – ausgelegt von Ursula Hellmann.

Ein kindliches Halleluja in der Dorfkirche

Vielleicht ist diese fröhliche Information aus einem glücklichen Kindermund vielen schon bekannt. Für mich ist er bis heute ein lieber Beweis, wie unbeschwert Kinder mit den Worten kirchlicher Liturgien umgehen. So zum Beispiel klein Julia, fünf Jahre und meist sehr fröhlich. Heute geht sie zum ersten Mal an der Hand ihres Vaters in die große, fein geschmückte Dorfkirche. Als die Kirchenbänke rechts und links mit Besuchern besetzt sind, verstummen auch die leisen Unterhaltungen. Vorne beim Altar stellen sich Männer und Frauen mit Liederbüchern in den Händen in zwei Reihen auf. Sekunden später füllen ihre Stimmen die Kirche mit einem großen Loblied. Julia ist ganz hingerissen und hört gerne weiter zu, auch was der Pastor den Leuten erzählt. Auf dem Nachhauseweg hüpft die Kleine und kann es kaum erwarten, das zu erzählen, was sie am meisten gefreut hat. Sie rennt in die Arme der liebevollen Oma und ruft mit strahlendem Gesicht: „Stell dir vor, Oma! Die vielen Leute in den schönen blauen Kleidern haben mich alle angeguckt und ganz laut gerufen: ‚Hallo Julia, hallo Julia, hallo Julia!‘“

Ein kindlicher Gruß und seine Deutung

Papa und Oma haben überhaupt nicht böse geschaut. So einen Gruß zum Kirchenbesuch klären sie nicht „auf“, einfach nur dankbar empfangen. Ganz sachlich und nach Erwachsenen-Art lässt sich der kostbare Gruß – wenn auch mit anderen Buchstaben kombiniert – natürlich in vielen Botschaften der Autoren finden, die die Inhalte ihrer Gespräche mit Gott mit diesem Wort schmücken.

David, der König in Israel und begnadeter Sänger, beginnt und endet seine Gebete und Gesänge mit der versammelten Gemeinde sehr oft mit dem demütigen Jubelruf: Halleluja! Er erklingt bis heute mit kräftigem Schall dort, wo die erlösten Kinder Jesu Christi die Macht und Herrlichkeit ihres gnädigen Schöpfers laut in die Welt hinausrufen und singen. Es ist nur eine Buchstabenreihe aus neun leicht zu merkenden Zeichen, und trotz vieler hunderter grundverschiedener Sprachen der Völker auf der Erde gehört es in seiner Originalform zu den bekanntesten Wörtern in den Kreisen christusgläubiger Menschen. Ob jeder mit einfachen Worten erklären kann, welcher Reichtum an Emotionen dieser kleine Liedzusatz in sich trägt?

Halleluja zwischen Bitte und Gebet

Ja, warum finden es Menschen so wichtig, dieses doch eigentlich fremdartige Halleluja über all ihre tausendfältigen Bitten, Gebete und Klagen in seinem Original zu belassen und als Kraftquelle zu nutzen? Keiner ersetzt es durch andere, ebenso sinnvolle Wortwahlen.Auf der Suche nach einer befriedigenden Erklärung erkenne ich zwar an, dass die wirklich ernsthaften, ehrlichen Versuche vieler Bibelausleger einen sehr hohen Wert darstellen

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