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Wenn die Alpen bröckeln: Satelliten, Laser und autonome Drohnen warnen vor Felsstürzen
Description
Berge sind ein gefährlicher Ort – wie gut, dass dort nichts unbeobachtet bleibt. Neue Technologien sorgen für sichere Alpen und dafür, dass wir Naturgefahren nie mehr unerwartet ausgeliefert sind.
Berge sind faszinierend, aber sie bergen seit jeher große Naturgefahren. Dass geologische Massenbewegungen verheerende Folgen haben können, zeigte kürzlich ein schweres Unglück im Hochgebirge von Nepal, bei dem riesige Mengen Eis und Gestein eine tödliche Sturzflut auslösten. Auch in den Alpen hinterlässt der Klimawandel Spuren und verstärkt Phänomene wie schmelzende Gletscher. Dennoch ist vieles schlicht geologische Erosion, wie sie seit Jahrtausenden stattfindet.
Um gefährdete Orte wie Brienz in Graubünden oder wichtige Verkehrswege zu schützen, setzen Forschung und Praxis auf ein dichtes Überwachungsnetz. Experten nutzen modernste Technik aus dem Weltall, der Luft und direkt im Gestein. Sonden im Rutschhorizont messen den Wasserdruck, während Satelliten-Radar kleinste Verrutschungen im Millimeterbereich erkennen. LiDAR-Geräte an autonomen Drohnen vermessen den Boden selbst bei dichter Vegetation. Diese Daten helfen dabei, Warnsysteme zu verbessern und mit sekundenschnellen Alarmsystemen Menschenleben zu retten.
- Host: Lena Waltle, NZZ Wissenschaftsredaktion
- NZZ-Redaktor: Sven Titz, Meteorologe und Redaktor im NZZ Wissenschaftsressort
In dieser Folge ausserdem mit dabei:
- Simon Löw, emeritierter Professor für Ingenieurgeologie an der ETH Zürich
- Martin Rub, Terradata
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