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IAA TRANSPORTATION 2026 x Matthias Kässer, Partner & Leader Commercial Vehicles bei McKinsey & Company

Published 1 week, 3 days ago
Description
In der zwölften Episode der zweiten Staffel des IAA TRANSPORTATION PODCAST begrüßen wir Matthias Kässer, Partner & Leader Commercial Vehicles bei McKinsey. Gemeinsam sprechen wir über eine Nutzfahrzeugindustrie, die sich mit enormer Geschwindigkeit verändert – und darüber, warum die kommenden Jahre entscheidend dafür sein werden, wie wettbewerbsfähig die europäische Truck-Industrie in Zukunft aufgestellt ist. Matthias Kässer gibt spannende Einblicke in die McKinsey-Studie „Europe’s Truck Transition – Key for Decarbonisation and Competitiveness“ und erläutert, warum der Wandel zu emissionsfreien Lkw weit mehr als ein Klimathema ist. Neue Antriebstechnologien verändern Fahrzeugarchitekturen und Geschäftsmodelle und schaffen gleichzeitig ein neues Wettbewerbsumfeld. Dabei wird Geschwindigkeit zunehmend zum entscheidenden Faktor: Wer neue Technologien schneller industrialisiert und wirtschaftlich skalieren kann, verschafft sich einen wichtigen Vorteil im internationalen Wettbewerb. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen drei zentrale Voraussetzungen für den Hochlauf emissionsfreier Lkw: Fahrzeuge, Wirtschaftlichkeit und Infrastruktur. Während inzwischen eine wettbewerbsfähige Generation batterieelektrischer Lkw für Verteiler- und Langstreckenverkehre verfügbar ist, bleiben insbesondere die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Ausbau der Ladeinfrastruktur große Herausforderungen. Matthias Kässer erklärt, warum Europa dafür nicht nur mehr geeignete Ladepunkte benötigt, sondern vor allem leistungsfähige Netzanschlüsse, verfügbare Flächen, schnellere Genehmigungen und langfristige Investitionssicherheit. Wir sprechen außerdem darüber, wann sich batterieelektrische Lkw bereits heute wirtschaftlich rechnen und warum eine theoretisch positive Total Cost of Ownership allein noch keinen Markthochlauf garantiert. Restwerte, Finanzierung, langfristige Transportverträge, wettbewerbsfähige Ladekosten und verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen müssen zusammenspielen, damit Flottenbetreiber tatsächlich investieren. Gerade im grenzüberschreitenden europäischen Güterverkehr braucht es deshalb stärker harmonisierte Bedingungen statt eines regulatorischen Flickenteppichs. Darüber hinaus diskutieren wir, wie Künstliche Intelligenz zum Treiber für mehr Wettbewerbsfähigkeit werden kann – von schnelleren Prozessen über After-Sales bis hin zu Umsatz- und Effizienzsteigerungen. Und wir werfen einen Blick auf den wachsenden internationalen Wettbewerbsdruck.
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