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#574 Paul Bethke | Gründer Lemonaid & ChariTea | Social Entrepreneur | Sri Lanka Lover

#574 Paul Bethke | Gründer Lemonaid & ChariTea | Social Entrepreneur | Sri Lanka Lover

Episode 580 Published 7 hours ago
Description
„Ich wollte nicht nur Gelder verteilen, sondern diese auch selbst erarbeitet haben.“

Unser heutiger Gast ist in Hamburg geboren und aufgewachsen. Mit 15 Jahren trifft er eine Entscheidung, die sein weiteres Leben prägen wird. Er geht allein nach Sri Lanka, lebt dort in einer einheimischen Familie und macht in Colombo sein britisches Abitur. Anschließend studiert er Wirtschaft, Religionswissenschaften und Psychologie in Großbritannien, Deutschland und Frankreich, unter anderem an der Sorbonne in Paris. Nach dem Tsunami kehrt er 2006 nach Sri Lanka zurück. Für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit hilft er beim Wiederaufbau. Doch schon nach wenigen Monaten steigt er wieder aus. Ihn stört ein System, in dem große Summen verteilt werden müssen und die tatsächliche Wirkung aus seiner Sicht zu oft in den Hintergrund gerät. Er sucht nach einem anderen Weg. Diesen Weg findet er im Unternehmertum. Gemeinsam mit Felix Langguth gründet er 2009 Lemonaid Beverages. Die Idee klingt einfach und ist gleichzeitig ziemlich radikal: Getränke herstellen, die hervorragend schmecken, fair gehandelte Zutaten aus Ländern des Globalen Südens verwenden und mit jeder verkauften Flasche soziale Projekte finanzieren. Heute beschäftigt Lemonaid mehr als 100 Menschen und verkauft jährlich viele Millionen Flaschen Lemonaid und ChariTea. Über den gemeinnützigen Lemonaid & ChariTea e.V. sind seit der Gründung rund zehn Millionen Euro zusammengekommen. Das Geld fließt in Projekte, die Menschen wirtschaftliche Chancen und mehr Selbstbestimmung ermöglichen. Dabei ist unser Gast einen bemerkenswert eigenständigen Weg gegangen. Er hat Angebote großer Investoren ausgeschlagen, lebt einen großen Teil des Jahres mit seiner Familie in Sri Lanka und führt sein Unternehmen seit vielen Jahren über Kontinente hinweg. Persönlicher Reichtum scheint ihn wenig zu interessieren. Wachstum dagegen sehr. Denn seine Rechnung lautet: Je größer Lemonaid wird, desto größer kann auch die gesellschaftliche Wirkung werden. Genau diese Verbindung interessiert uns heute. Seit über neun Jahren beschäftigen wir uns in diesem Podcast mit der Frage, wie Arbeit den Menschen stärkt und welchen Beitrag Unternehmen für eine starke Gesellschaft leisten können. Die Geschichte unseres heutigen Gastes berührt dabei einen Gedanken, der sehr nah an Frithjof Bergmanns ursprünglicher Idee von New Work liegt: Arbeit kann mehr sein als Erwerbsarbeit. Sie kann Ausdruck einer Überzeugung sein und gesellschaftliche Veränderung ermöglichen. Wie baut man ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen, bei dem gesellschaftliche Wirkung von Anfang an Teil des Geschäftsmodells ist? Wie führt man mehr als 100 Menschen über Kontinente hinweg und schafft eine Kultur, in der Purpose im Alltag tatsächlich gelebt wird? Und wie viel Wachstum braucht ein Unternehmen, wenn Wachstum gleichzeitig mehr gesellschaftliche Wirkung bedeutet? Fest steht: Für die Lösung unserer aktuellen Herausforderungen brauchen wir neue Impulse. Daher suchen wir weiter nach Methoden, Vorbildern, Erfahrungen, Tools und Ideen, die uns dem Kern von New Work näherbringen. Darüber hinaus beschäftigt uns von Anfang an die Frage, ob wirklich alle Menschen das finden und leben können, was sie im Innersten wirklich, wirklich wollen. Ihr seid bei „On the Way to New Work“ – heute mit Paul Bethke.

Hier findet ihr alle Links zum Podcast und unseren aktuellen Werbepartnern

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