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Warum ich Nazi-Bilder malen MUSSTE
Published 3 days, 1 hour ago
Description
Franz Ulrich Göttlicher ist Künstler und beschäftigt sich in seiner Arbeit mit sogenannten Gefühlserbschaften – emotionalen Prägungen, die Erfahrungen früherer Generationen in Familien hinterlassen können. Seine eigene Familiengeschichte ist eng mit Krieg, Flucht und Nationalsozialismus verbunden: Einer seiner Großväter war Wehrmachtssoldat, sein Vater erlebte als Kind Krieg und Vertreibung aus dem Sudetenland. Schon als Kind entwickelte Göttlicher eine starke Faszination für Krieg und Soldaten. Später, als Kunststudent, begann er über Jahre Bilder mit Wehrmachtssoldaten, Aufmärschen und nationalsozialistisch geprägter Ästhetik zu malen. Für ihn wurden diese Bilder zu einer Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte und den Gefühlen, über die dort lange kaum gesprochen wurde.
Im Gespräch mit Jasmin spricht Göttlicher über die Scham gegenüber seinem Großvater, das Schweigen innerhalb seiner Familie und die psychischen Folgen, die ihn über viele Jahre begleitet haben. Er erzählt, warum er heute weder seinen Großvater verurteilen noch dessen Vergangenheit idealisieren möchte und weshalb für ihn gerade das Aushalten dieser Ambivalenz entscheidend ist. Davon ausgehend diskutieren die beiden, warum Nationalsozialismus und Faschismus bis heute emotional aufgeladen sind, welche Rolle politische Polarisierung von links und rechts dabei spielt und warum Göttlicher sowohl die Dämonisierung des politischen Gegners als auch die Sehnsucht nach nationaler Größe, Stärke und heroischer Bildsprache kritisch sieht. Es geht um Deutschland und Erinnerungskultur, den Ukrainekrieg und Russland, Patriotismus, Männlichkeit und schließlich um die Frage, ob unverarbeitete Erfahrungen einer Generation noch Jahrzehnte später Familien und Gesellschaft prägen können.
📖 Kapitel 00:00 Intro 00:44 Scham für den eigenen Großvater 05:07 Als Kind vom Krieg fasziniert 12:15 Gefühlserbschaften und familiäres Schweigen 21:03 Die „Nazi-Bilder“ an der Kunstakademie 45:48 Der Weg durch den „inneren Faschisten“ 53:02 Was der Großvater im Krieg erlebt hat 01:03:02 Warum der Faschismus heute wieder Thema ist 01:15:24 Zwischen politischer Linker und Rechter 01:24:48 Darf man Deutschland lieben? 01:32:38 Faszination für Krieg und Heldentum
🔍 Franz Ulrich Göttlicher 📲 Instagram: https://www.instagram.com/franzgoettlicher 📲 Facebook: https://www.facebook.com/franzgoettlicher YouTube: @franzulrichgottlicher4071 Website: https://franzgoettlicher.com
Im Gespräch mit Jasmin spricht Göttlicher über die Scham gegenüber seinem Großvater, das Schweigen innerhalb seiner Familie und die psychischen Folgen, die ihn über viele Jahre begleitet haben. Er erzählt, warum er heute weder seinen Großvater verurteilen noch dessen Vergangenheit idealisieren möchte und weshalb für ihn gerade das Aushalten dieser Ambivalenz entscheidend ist. Davon ausgehend diskutieren die beiden, warum Nationalsozialismus und Faschismus bis heute emotional aufgeladen sind, welche Rolle politische Polarisierung von links und rechts dabei spielt und warum Göttlicher sowohl die Dämonisierung des politischen Gegners als auch die Sehnsucht nach nationaler Größe, Stärke und heroischer Bildsprache kritisch sieht. Es geht um Deutschland und Erinnerungskultur, den Ukrainekrieg und Russland, Patriotismus, Männlichkeit und schließlich um die Frage, ob unverarbeitete Erfahrungen einer Generation noch Jahrzehnte später Familien und Gesellschaft prägen können.
📖 Kapitel 00:00 Intro 00:44 Scham für den eigenen Großvater 05:07 Als Kind vom Krieg fasziniert 12:15 Gefühlserbschaften und familiäres Schweigen 21:03 Die „Nazi-Bilder“ an der Kunstakademie 45:48 Der Weg durch den „inneren Faschisten“ 53:02 Was der Großvater im Krieg erlebt hat 01:03:02 Warum der Faschismus heute wieder Thema ist 01:15:24 Zwischen politischer Linker und Rechter 01:24:48 Darf man Deutschland lieben? 01:32:38 Faszination für Krieg und Heldentum
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