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Back to EpisodesBei Jesus gemütlich machen
Description
Streit um die Wahrheit
Mussten Sie schon mal einen Streit zwischen zwei Kindern schlichten? Beide kommen auf mich zugerannt. Das eine ist wütend, das andere weint. Die Geschichten, die sie mir erzählen, können unterschiedlicher nicht sein. Am Ende ist immer der andere schuld. Dann wird wild diskutiert und Vorwürfe fliegen durch den Raum. Wer sagt denn jetzt die Wahrheit? Meistens müssen sich am Ende beide beieinander entschuldigen. Und sie geben zu, dass der andere auch ein bisschen Recht hatte. Diskussionen durchziehen unseren Alltag. Auch im religiösen Bereich kenne ich Diskussionen: Welche Religion hat Recht? Oder haben alle irgendwie Recht? Gibt es überhaupt eine feste Wahrheit? Und selbst innerhalb der Kirche zankt man sich, wer die Bibel nun wirklich richtig auslegt. Also, was ist denn jetzt die Wahrheit? Und woher weiß ich, dass ich tatsächlich die Wahrheit kenne? Kann es nicht sein, dass ich an eine Lüge glaube?
Der Heilige Geist zeigt, wer Jesus ist
Genauso ist die Situation in den Gemeinden damals auch. Das Streitthema dabei ist: Ist Jesus wirklich der Christus, der Retter der Welt? Dieser Streit ist für Johannes der Beweis, dass die letzte Stunde angebrochen ist. Damit meint er die Zeit vor der Wiederkunft Jesu. In dieser Zeit ist es normal, dass es beides gibt: Menschen, die Jesus annehmen, und Menschen, die ihn ablehnen. Das Auftreten dieser Antichristen, also Gegner von Jesus, ist deshalb nicht überraschend. Schmerzhaft ist es allerdings schon, weil unter ihnen auch ehemalige Freunde sind. Wie geht Johannes mit diesem Streit und diesen Antichristen um? Ich hätte mich wahrscheinlich in die Diskussion gestürzt. Aber Johannes macht etwas anderes. Er diskutiert nicht. Er beruft sich nicht auf sein Wissen, sondern auf die Autorität des Heiligen Geistes. Er schreibt, dass die Christen die Salbung des Heiligen empfangen haben. Damit meint er den Heiligen Geist. Und dieser schenkt das Wissen, wer Jesus ist. Johannes muss nicht noch einmal erklären, was sie glauben. Das wissen sie bereits. Er erklärt, woher dieses Wissen kommt. Es kommt nicht dadurch, dass sich die Menschen gegenseitig davon überzeugen. Sondern es kommt durch den Heiligen Geist. Das ist ein Zeichen des Neuen Bundes, der im Alten Testament angekündigt wird. Der Prophet Jeremia hat darüber geweissagt. Es steht in Jer 31,33–34:
Jesus Christus: Gottes Weg zur Rettung
„Ich werde ihr Denken mit meinem Gesetz füllen, und ich werde es in ihr Herz schreiben. Und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. 34 Niemand muss dann noch seine Freunde belehren, und keiner seinen Bruder ermahnen: »Lerne den HERRN kennen!« Denn alle werden mich kennen, alle, vom Kleinsten bis hin zum Größten“, spricht der HERR. „Und ich will ihnen ihre Sünden vergeben und nicht mehr an ihre bösen Taten denken.“
Gott möchte mit Menschen in Beziehung sein. Gott, der Vater, sieht nur einen Weg, sie zu retten: indem er seinen eigenen Sohn für sie hingibt. Dieser Sohn ist Jesus Christus. Christus bedeutet „Gesalbter“. Damals wurde man für eine bestimmte Aufgabe oder ein bestimmtes Amt gesalbt. Jesus ist beauftragt, Frieden z