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Wie Volvo den Übergang vom Verbrenner plant. Mit dem Volvo EX60.

Episode 461 Published 1 week ago
Description
In dieser Folge des EAN-Podcasts spreche ich mit Herrik van der Gaag, der bei Volvo den Cluster Deutschland, Niederlande, Österreich und Schweiz verantwortet, ein Gebiet mit fast 90.000 Fahrzeugen im Jahr. Anlass ist die deutsche Premiere des neuen Volvo EX60, doch das Gespräch geht deutlich darüber hinaus. Zunächst geht es um die Frage, warum die Niederlande in Sachen Elektromobilität nach wie vor voraus sind. Henrik erklärt, wie die frühe Verbreitung von Plug-in-Hybriden dort ein anderes Nutzungsverhalten geprägt hat und warum Deutschland gerade bei der Schnellladeinfrastruktur inzwischen kräftig aufholt. Wir sprechen darüber, wie sich das auf die Erwartungen an den EX60 auswirkt, der im wichtigsten Verbrennersegment von Volvo nun auch elektrisch antritt. Ein großer Teil des Gesprächs dreht sich um die wirtschaftliche Lage bei Volvo, den Verlust von 281 Millionen Euro im vergangenen Jahr und die Frage, wie stark der deutsch-niederländische Cluster davon betroffen ist. Dazu kommen spannende Einblicke in die Konzernstrategie: Warum Volvo Werkskapazitäten künftig auch mit der Schwestermarke Lynk & Co teilt, und wie sich das Händlernetz gerade verändert, sowohl in der Zahl der Standorte als auch in der Qualifizierung der Teams. Besonders interessant fand ich den Abschnitt zum Verkaufsgespräch selbst. Henrik beschreibt, wie sich die Beratung verändert hat, seit es nicht mehr um Tankstellen, sondern um Batteriegröße, Ladegeschwindigkeit und Wallboxen geht, und warum drei Viertel der deutschen Käufer noch nie ein Elektroauto gefahren sind. Zum Schluss geht es um Vertrauen im Gebrauchtwagenmarkt, um Batteriezertifikate und erweiterte Garantien, sowie um Henriks eigene, sehr klare Haltung zu kurzfristigen Kaufanreizen. Eine Folge für alle, die wissen wollen, wie ein Automobilhersteller zwischen zwei sehr unterschiedlichen Märkten navigiert.
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