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Back to EpisodesGeformt von Gottes Händen
Description
Von Gottes Hand gemacht
Mussten Sie schon einmal einen Psalm abschreiben? Als Strafarbeit? Ich schon. Aufgebrummt wurde mir Psalm 118. Mittellang, sehr schöner Psalm. Ich hatte aber eine andere Idee. Könnte ich vielleicht nicht auch den Psalm 117 …? Auch sehr schön und nur zwei Verse lang. Die Religionslehrerin war schlagfertig und drohte mir Psalm 119 an. 176 Verse. Prinzipiell finde ich es eher schwierig, Psalmen als Strafarbeit zu verhängen. Obwohl: Manche wirken vielleicht wie eine Art Strafarbeit, wenn ich sie bete. Da macht unser Textabschnitt keine Ausnahme.
Ausnahme. Der Anfang ist erst mal großartig:
Psalm 119, Vers 73: Deine Hand hat mich gemacht und bereitet; unterweise mich, dass ich deine Gebote lerne.
Die Hand Gottes: Sie hat das Startsignal für diese Welt gegeben und sie winkt die Weltgeschichte irgendwann ab. Anfang und Ende liegen in seiner Hand. Er hat’s im Griff. Seine Hand hat auch mich gemacht.
Wenn es eine entscheidende Sache gibt, die ich nie vergessen darf, dann diese. Jürgen Werth hat es großartig zusammengefasst: Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur, ganz egal, ob Du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur. Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu, du bist du, das ist der Clou. Ich bin ein Gedanke Gottes und seine Hände haben mich geformt. Ich bin gewollt, begabt und geliebt. Ich bin ein Werk des größten Meisters. Durch seine Hand wurde ich nicht nur irgendwann einmal geschaffen. Ich lasse mich heute in sie fallen. Er ist mein Halt. Beim Turnen gibt es die Hand-Hilfestellung. Sie soll vor Verletzungen schützen und Bewegungsabläufe einüben. Genau so begebe ich mich auch in Gottes Hand: Unterweise mich, dass ich deine Gebote lerne. Die Gute-Nachricht-Übersetzung gibt es so wieder:
HERR, hilf mir, deinen Willen zu verstehen!
Wenn ich mir bewusst bin: Ich bin von Gottes Hand gemacht und ich nach Gottes Willen frage: Dann kann mein Leben gelingen.
Das gilt dann nicht nur für mich selbst, sondern ich strahle das auch aus.
Hoffnung, die aus Gottes Wort ausstrahlt
Vers 74:
„Die dich fürchten, sehen mich und freuen sich; denn ich hoffe auf dein Wort.“
Es gibt Menschen, die betreten einen Raum und die Sonne geht auf. Und es gibt Sonnenfinsternisse auf zwei Beinen. Wenn sie sich nähern, dann wird es nicht nur dunkel, sondern kalt. Die Menschen aber, die sich Hoffnung aus Gottes Wort holen, geben diese weiter. Sie strahlen das aus, dem sie sich selbst ausgesetzt haben.
Die erfahrene freundliche Nähe Gottes wirkt ansteckend.
Gnade als Trost und Training
Jetzt kommt ein echt abgefahrener Vers. Vers 75:
„HERR, ich weiß, dass deine Urteile gerecht sind; in deiner Treue hast du mich
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