Episode Details

Back to Episodes

Fragen zu Konjunktur, Niedrigwasser und US-Verschuldung

Published 2 weeks ago
Description
Die deutsche Wirtschaft zeigt seit drei Quartalen positive Wachstumszahlen und die Auftragsbestände sind aktuell hoch. Dennoch bleibt die Investitionsgeneigtheit der Unternehmen verhalten. Dies ist angesichts der typischerweise verzögerten Reaktion von Investitionen auf konjunkturelle Erholungen nicht ungewöhnlich. Entscheidend ist, ob der aktuelle Aufschwung als hinreichend stark und nachhaltig wahrgenommen wird, um trotz bestehender Überkapazitäten, globaler Unsicherheit und mehrerer Jahre schwachen Wachstums einen zusätzlichen Investitionsimpuls auszulösen und welche Rolle das Sondervermögen und wachstumsfördernde Reformen dabei spielen können, den mittelfristigen Wachstumspfad zu stabilisieren. Damit gewinnt die Entwicklung im dritten Quartal besondere Bedeutung. Hier belastet die anhaltende Trockenheit und das Niedrigwasser des Rheins die primär die Chemieindustrie, und über deren Vorleistungsverflechtungen zumindest im geringen Maße auch die anderen großen Branchen. Von daher ist für die Chemieindustrie von einem entsprechenden Dürre-Effekt in Q3 auszugehen. Die US-Staatsverschuldung wird immer wieder zum Thema volkswirtschaftlicher Diskussionen. Angesichts eines hohen Primärdefizits und steigender Renditen auf US-Treasuries werden jüngst wieder Zweifel an der Schuldentragfähigkeit der USA geäußert. Demgegenüber steht ein nach wie vor solides nominales Wachstum, dass den effektiven nominalen Zins weiterhin übersteigt.
Listen Now

Love PodBriefly?

If you like Podbriefly.com, please consider donating to support the ongoing development.

Support Us