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Back to Episodes§ 98 - Niedrigwasser auf dem Rhein: Höhere Gewalt oder schon normal?
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Der Rhein hat Rekordniedrigstände. Binnenschiffe fahren nur noch halb voll oder gar nicht mehr, ganze Streckenabschnitte sind praktisch nicht mehr befahrbar, und Lieferketten geraten ins Stocken. Für Vertrieb und Einkauf im B2B-Handel stellt sich damit eine Frage, die weit über Wetterthemen hinausgeht: Ist Niedrigwasser noch höhere Gewalt, oder muss man damit inzwischen einfach rechnen?
Johannes und Sascha ordnen in dieser Folge ein, was ein plötzlicher Wechsel von Schiff auf LKW oder Schiene praktisch, zeitlich und kostenmäßig bedeutet und wie man mit Kunden und Lieferanten in einer solchen Situation kommuniziert. Danach geht es ins Vertragswerk: Wer trägt eigentlich das Risiko, wenn Incoterms wie EXW, DAP oder DDP vereinbart sind? Und was gilt, wenn dazu nichts geregelt ist?
Für den nationalen Fall ordnen sie ein, ob § 275 BGB (Unmöglichkeit) oder § 313 BGB (Störung der Geschäftsgrundlage) weiterhilft. Für den internationalen Fall geht es um Art. 79 UN-Kaufrecht (CISG) und die Frage, wie vorhersehbar Niedrigwasser eigentlich noch ist, wenn es Jahr für Jahr wiederkehrt. Und ob sich Käufer und Verkäufer wirklich auf höhere Gewalt berufen können, wenn eine teurere Alternative wie der LKW-Transport zumindest theoretisch möglich bleibt.
Wer zu Lieferrisiken und AGB-Gestaltung mehr wissen will, findet ergänzend Folge 14 „Export in unsicheren Zeiten" und die beiden Folgen zum Battle of Forms (Folge 31 und Folge 49).