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Back to EpisodesWer ist Jesus?
Description
Der gute Hirte und die Befreiung des Tempels
Der gelesene Bibelabschnitt schließt sich an die Rede Jesu an, die als „Der gute Hirte“ bekannt ist. Jesus sagt darin: „Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“ In dieser Rede kommt die ganze Liebe, Hingabe und Aufopferung Jesu für „seine“ Schafe zum Ausdruck. Diese Rede hat über Jahrhunderte Christen Hoffnung und Trost gegeben, Künstler und Autoren inspiriert und ist heute genauso aktuell wie vor 2.000 Jahren. Damals hat sie aber auch Verwunderung und Opposition ausgelöst. Und genau dort beginnt die Geschichte aus dem gelesenen Bibeltext.
Interessanterweise ist das Erste, was ich erfahre, dass Jesus in den sogenannten Tempel zum Fest der Tempelweihe geht. Dieses Fest ist heute als „Chanukka“, hebräisch für „Einweihung“, bekannt. Es erinnert daran, dass die Makkabäer ca. 200 Jahre vor Jesus Jerusalem von der Herrschaft des syrischen Königs Antiochus IV. Epiphanes befreit haben. Dieser hat die Juden politisch und religiös brutal unterdrückt, Götzenverehrung eingeführt und den Tempel durch Götzendienst entweiht. Nach der militärischen Befreiung durch die Makkabäer wurde der Tempel gereinigt und neu geweiht. Zur Erinnerung daran wird dieses Fest eingeführt. Kommentar zur Unklarheit: Der Zeitpunkt und das handelnde Subjekt der Einführung des Festes bleiben unklar. Es macht deutlich: Gott bewahrt sein treues Volk trotz massiver Unterdrückung.
Die Frage nach dem Christus
Jesus geht zum Fest der Tempelweihe im Tempel umher in der Halle Salomos, einer überdachten Säulenhalle am Rand des Tempelbereichs. Kommentar zur Unklarheit: Die Satzstellung lässt offen, wie genau „im Tempel umher“ und „in der Halle Salomos“ räumlich zueinander gehören. Jesus versteckt sich nicht, er ist an einem wichtigen Ort des religiösen Lebens. Hier kommt es zur Begegnung mit einigen Juden, die eine zentrale Frage haben: Bist du der „Christus“? Das griechische Wort „Christos“ ist die Übersetzung des hebräischen Titels „Messias“ und bedeutet „Gesalbter“. Die Juden fragen nicht: „Bist du ein guter geistlicher Lehrer?“, sondern: „Bist du der von Gott versprochene und gesalbte König und Retter Israels?“ Es geht ihnen also um eine tief gehende und brennende Frage. Diese Frage ist aber nicht nur lebenswichtig für Juden, sondern für jeden Menschen, egal welcher Herkunft, der sich Gedanken über Heil und Unheil, Rettung und Verlorengehen im eigenen persönlichen Leben und auch in Bezug auf das Weltgeschehen macht.
Jesus nennt in seiner Antwort mehrere wichtige Kernaussagen des christlichen Glaubens:
Jesu Kernaussagen: Glaube, Nachfolge und Gewissheit
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