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Sommertief trügt

Episode 33 Published 1 month, 3 weeks ago
Description
Neuhardenberg: Wer sitzt für den Mittelstand am Tisch? • Energiepreise steigen trotz Entspannung • Insolvenzen: Aufwärtstrend hält an

Meldung 1: Kabinettsklausur Neuhardenberg

Am 25. und 26. August 2026 tagt das Kabinett auf Schloss Neuhardenberg (Brandenburg). Tagesordnungspunkt: „Deutschland auf Kurs bringen". Eingeladen sind Siemens-Chef Roland Busch, Cohere-CEO Aidan Gomez (Cohere hatte zuletzt Aleph Alpha übernommen) sowie Handwerkspräsident Jörg Dittrich (Impulsvortrag). Auf dem Programm stehen zudem Innovationsvorführungen: KI-Einsatz des BKA, Zoll-App zur digitalen Personenüberprüfung, Flugdemonstration einer Abfangdrohne von Tytan Technologies.

  • KfW/ifo Mittelstandsbarometer Juli 2026: Geschäftsklima plus 4 Zähler auf minus 17,3 Saldenpunkte
  • IMD-Standortranking 2026: Deutschland Platz 23 (2025: Platz 19; 2017: Platz 13)

Meldung 2: Energiepreise, das Sommertief das keines ist

Gas kostet im Großhandel aktuell rund 48 Euro je Megawattstunde, rund 37 Prozent über dem Vorjahreswert. Strom liegt bei etwa 92 Euro je Megawattstunde, rund 9 Prozent über Vorjahr. Der BDEW bestätigt in seinem Quick-Check vom 11. August 2026: keine physische Gasmangellage, Märkte gegenüber März entspannt, aber volatil.

  • Neukunden-Strompreis Deutschland August 2026: 24,5 Cent/kWh (August 2025: 27,3 Cent/kWh, minus 10,3 %)
  • Bestandskunden-Strompreis August 2026: 31,1 Cent/kWh (minus 12,2 % zum Vorjahr)
  • KWKG-Umlage 2026: 0,446 Cent/kWh, plus 61 % gegenüber Vorjahr
  • Offshore-Netzumlage 2026: plus rund 15 %
  • Österreichischer Gaspreisindex August 2026: 52,56 Euro/MWh, plus 38,7 % gegenüber August 2025
  • Österreichischer Strompreisindex August 2026: 116,79 Euro/MWh, plus 43,6 % gegenüber August 2025
  • Stromsteuer KMU 2026: 2,05 Cent/kWh; produzierendes Gewerbe und Landwirtschaft: 0,05 Cent/kWh

Meldung 3: Insolvenzen, der Trend hält

Mai 2026: 1.995 beantragte Unternehmensinsolvenzen, minus 2,0 % gegenüber Mai 2025. Januar bis Mai 2026: 10.546 Insolvenzen, plus 4,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gläubigerforderungen Januar bis Mai 2026: rund 15,4 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 25,7 Milliarden Euro). Der Rückgang der Forderungssumme trotz steigender Fallzahl erklärt sich damit, dass die betroffenen Unternehmen kleiner sind als 2025.

  • Insolvenzhäufigkeit Januar bis Mai 2026 je 10.000 Unternehmen: Verkehr/Lagerei 57,2 Fälle, Gastgewerbe und Bau folgen
  • Gesamtjahr 2025: 24.064 Insolvenzen (plus 10,3 % gegenüber 2024, höchster Stand seit 2014)
  • Allianz Trade Prognose 2026: rund 24.500 Insolvenzen erwartet
  • Gläubigerforderungen 2025 gesamt: rund 47,9 Milliarden Euro; betroffen bis zu 285.000 Arbeitsplätze

Kurz notiert: Quellen und Details

  • KfW/ifo Mittelstandsbarometer Juli 2026: Geschäftsklima minus 17,3 Saldenpunkte, plus 4 Zähler; Erwartungen verbessert in allen Wirtschaftsbereichen; Lagebeurteilung weiterhin schwach (KfW/ifo, 29. Juli 2026)
  • Erzeugerpreise gewerblicher Produkte Juni 2026: plus 1,8 % gegenüber Juni 2025; minus 0,3 % gegenüber Mai 2026 (Destatis, August 2026)
  • IMD World Competitiveness Ranking 2026: Deutschland Platz 23 von 67 (2025: Platz 19; 2017: Platz 13). Quelle: IMD, veröffentlicht 19. Juni 2026, zitiert im MIT-Konjunkturbrief August 2026
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