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3 Werkzeuge, um komplexe Dinge einfach zu erklären #224
Description
Warum ist einfach erklären eine echte Stärke? Komplexe Dinge einfach erklären zu können bedeutet, ein Thema so gut verstanden zu haben, dass Du es für andere zugänglich machen kannst. Nicht möglichst viele Fachbegriffe zeigen Kompetenz – entscheidend ist, was Dein Gegenüber am Ende tatsächlich verstanden hat.
Genau darum geht es in dieser Folge: Klarheit statt unnötiger Komplexität.
FabiQ zeigt, warum diese Fähigkeit nicht nur für Schule, Studium oder Ausbildung relevant ist. Sie hilft Dir genauso im Beruf, bei Präsentationen, in Beziehungen und überall dort, wo Du Deine Gedanken verständlich vermitteln möchtest.
Warum wollen wir beim Erklären oft besonders schlau klingen? Viele Menschen verbinden komplizierte Sprache mit Kompetenz. Gerade bei Präsentationen entsteht schnell der Gedanke: Je mehr Fachbegriffe, Details und Kontext ich verwende, desto mehr zeige ich, dass ich das Thema verstanden habe.
Die Folge dreht diese Logik um.
Wenn Dein Gegenüber nach zehn Minuten nicht weiß, worum es eigentlich ging, hat die Komplexität ihren Zweck verfehlt. Wirklich starke Kommunikation schafft stattdessen diesen Moment: „Jetzt habe ich es verstanden.“ Und genau darin liegt die eigentliche Kompetenz.
Wie funktioniert der 6-Jährigen-Test? Eines der wichtigsten Werkzeuge der Folge ist eine einfache Kontrollfrage: Könntest Du dieses Thema einem sechsjährigen Kind erklären? Wenn nicht, gibt es möglicherweise noch einen Teil, den Du selbst nicht vollständig verstanden hast.
Der Test funktioniert deshalb in zwei Richtungen:
- Du überprüfst Dein eigenes Verständnis.
- Du zwingst Dich dazu, unnötige Komplexität herauszunehmen.
- Du konzentrierst Dich auf die eigentliche Aussage.
- Du erkennst schneller, an welcher Stelle Dir selbst noch Klarheit fehlt. Damit wird einfaches Erklären gleichzeitig zu einer Methode, um besser zu lernen.
Warum helfen Bilder beim Erklären? Das zweite Werkzeug ist der Bilderrahmen. Statt einen komplizierten Prozess nur abstrakt zu beschreiben, kannst Du versuchen, ein konkretes Bild im Kopf Deines Gegenübers entstehen zu lassen.
Menschen können sich anschauliche Vorstellungen oft leichter merken als lange Definitionen. Deshalb lohnt sich die Frage:
- Welches Bild, welcher Vergleich oder welches konkrete Beispiel macht meine Aussage sofort verständlich?
- Warum solltest Du den Mut haben, banal zu klingen?
Das dritte Werkzeug ist vielleicht das schwierigste: Mut zur Einfachheit. Denn wenn etwas plötzlich sehr einfach klingt, entsteht schnell die Sorge, dass andere denken könnten: „Das wusste ich doch schon“ oder „Das ist doch gar nicht so schwer“. Aber genau dieses Gefühl kann ein Zeichen dafür sein, dass Deine Erklärung funktioniert hat.
Das Ziel ist nicht, dass Dein Gegenüber Deine Komplexität bewundert. Das Ziel ist, dass die Person anschließend mehr versteht als vorher.
Was können Pamela Reif und Daniel Jung über Einfachheit zeigen? In der Folge nennt FabiQ zwei Beispiele dafür, wie Zugänglichkeit funktionieren kann. Beim Founders Summit 2024 beschreibt er einen Talk von Pamela Reif und ihr Kochbuch als Beispiel dafür, Inhalte für Menschen ohne großes Vorwissen oder besondere Ausstattung verständlich und praktisch aufzubereiten.
Auch Daniel Jung wird als Beispiel genannt: Mathematische Inhalte werden in kurzen Videos so heruntergebrochen, dass Schüler komplexe Themen deutlich leichter verstehen können.
Der gemeinsame Gedanke dahinter: Du musst ein Thema nicht kompliziert darstellen, um Expertise zu zeigen. Gerade das verständliche Herunterbrechen kann die eigentliche Stärke sein.
Wo hilft Dir diese Fähigkeit im echten Leben? Einfaches Erklären begegnet Dir viel häufiger, als Du vielleicht denkst:
- wenn Du Deinen Eltern er