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Gutes sagen

Published 1 month, 1 week ago
Description
Der Bibeltext Psalm 145 – ausgelegt von Reinhard Kronberg.

Gott als persönlicher Vater – mehr als der Schöpfer

Bei einer Wochenendfreizeit sprechen wir über das Glaubensbekenntnis. Etwas provokativ habe ich eine Ablichtung erstellt, die mit dem ersten Artikel, der von der Schöpfung handelt, so beginnt:

„Ich glaube an Gott, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde…“

Die meisten nicken und schauen gelangweilt „Kennen wir doch alles in- und auswendig!“ Nur eine Dame protestiert: „Da fehlt doch der Vater!“

Und wie sie recht hat!!!

Psalm 145 beginnt in der Anrede Gottes ähnlich: „Mein Gott, Du König“ (Nach der Übersetzung von Martin Luther). Wir haben es im jüdisch-christlichen Glauben eben nie mit einem unpersonlichen Gott zu tun, der irgendwo „da oben“ schwebt oder wohnt.

Sondern aufgrund der Offenbarung Gottes an Sein Volk im Alten und Neuen Bund tritt uns dieser Gott persönlich gegenüber; sowohl in der Schöpfung als auch in der Geschichte!
 

Der Name Gottes und das Lob des Beters

Der Psalmbeter ringt sich nicht ein Loblied ab. Er preist – zunächst als Einzelner – diesen ihm zugewandten Gott in „höchsten“ Tönen. „Deinen Namen segnen in Weltzeit und Ewigkeit“ heißt es in der Übertragung von Buber / Rosenzweig.

Der Name Gottes ist dem Beter bekannt, nicht weil er sich den ausgedacht hat, sondern weil sich Gott vor allem in der Geschichte Israels mit der Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten oder auch der Rückführung aus dem babylonischen Exil in unnachahmlicher Weise bekannt gemacht hat: „Ich bin, der ich bin“.

Das Leben Gottes mit uns Menschen beginnt zuerst mit der Befreiung – im Alten Bund mit den großen Taten Gottes in der Geschichte seines Volkes – im Neuen Bund in der Person Jesu Christi!

Wem aufgefallen ist, dass es heißt: „Deinen Namen segnen…“ wird sich vielleicht über diese Formulierung wundern. Kann ein Mensch Gott segnen? Ist es nicht generell umgekehrt, dass Gott uns segnet?

Im Hebräischen steht hier das Wort „barach“ für segnen. Wenn ich Gott segne, preise ich ihn. Und im Griechischen heißt segnen „eulogia“. Das setzt sich aus der Vorsilbe „eu“ für gut und dem Begriff „logos“ für Rede, Wort, Gespräch zusammen. Segnen kann daher auch mit „Gutes-Sagen“ übersetzt werden!

Wenn wir im Gottesdienst oder im Einzelgespräch gesegnet werden, dann spricht uns jemand von Gott her Gutes zu. Aber genauso können auch wir Gott „Gutes sagen“; das Beste ist IHN loben und ehren. Und das geschieht hier aus dem Munde des Psalm-Beters!

Nun geht es ihm jedoch wie vielen von uns, dass wir das Gute und Schöne nicht für uns allein behalten können. „Geteilte Freude ist doppelte Freude“, sagt das Sprichwort; oder Jesus (Matthäus 12,34): „Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über!“
 

Vom Sologesang zum großen Chor des Gotteslobs

Deshalb möchte der Beter mit seinem Lob ansteckend wirken auf Groß und Klein, die jetzige Generation und die zukünftige. Das Lob gipfelt in einem ersten Höhepunkt, der uns in Vers 8 vorliegt: „

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