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Wem schließe ich mich an?

Published 1 month, 1 week ago
Description
Der Bibeltext Johannes 10,1-10 – ausgelegt von Gretel Masuch.

Jesu Rede nach der Heilung des Blindgeborenen

Der Evangelist Johannes, der hier die Rede JESU nach der Heilung des Blindgeborenen wiedergibt, ist derselbe, der am Schluss der Offenbarung die Aussage JESU vermittelt: „Siehe, Ich mache alles neu!“ Das ist ja die diesjährige Losung, die mich so tief erfreut und hoffnungsvoll macht.

Wie der Start in das Neumachen aussieht, wird im Gespräch JESU mit den Schriftgelehrten und Pharisäern deutlich. Die sind Profis in Sachen „Alter Bund“ und bilden die „high society“ im politischen und religiösen Sinn. Sie fühlen sich herausgefordert von einem „Quertreiber“, von dem sie spüren, dass er ihr System auf den Kopf stellt durch sein Leben in Wort und Tat. In großer Wut über die messerscharfe Analyse und Korrektur ihres Lebens nach Maßgabe des Willens GOTTES, wollten sie ihn ja bereits steinigen (Kapitel 8, 9). Nun haben sie die Heilung und das Zeugnis des Blindgeborenen miterlebt und müssen verdauen, dass JESUS sie als Blinde bezeichnet. Das wird im Matthäusevangelium, Kapitel 23,1–36 noch vertieft. Aber sie wollen es nicht akzeptieren.
 

Das Gleichnis vom Hirten und der Herde

JESUS möchte ihnen mit einem praktischen Beispiel aus dem Alltag klarmachen, wie GOTT als Schöpfer und Vater Einfluss nehmen will auf seine Menschen im Kollektiv (Herde) und bei jedem Einzelnen. Seine bibelkundigen Gegner kennen den 23. Psalm und auch das Wort aus Hesekiel 34,31: „Ja, ihr Menschen sollt die Herde meiner Weide sein und Ich will euer GOTT sein, spricht der Herr“. Wie vertraut ist jedem der Anblick von Schafen! Und weil diese nützlichen Tiere als Lieferanten von Nahrung und Kleidung so orientierungslos sind (wir sprechen ja von „dummen Schafen“), brauchen sie Hilfe von Menschen, damit sie „klarkommen“, damit ihr Schafleben gelingt.

Das ist eine gute Symbiose zwischen Mensch und Tier, eine „Win-Win“-Situation. Aber wer ist geeignet, ein guter Partner für die Schafe zu sein? Das Kriterium ist die Liebe! Wer sich selbst liebt, wird die Schafe ausnutzen und missbrauchen. Er wird sich wie ein Dieb verhalten, der darauf aus ist, zu stehlen, zu töten und zu zerstören. So charakterisiert JESUS an anderer Stelle den Satan, der durch diese Diebe und Räuber seine Absicht ausübt. Der echte Hirte hingegen ist ein Freund und Verantwortungsträger für die Schafe. Er sorgt dafür, dass sie abends in den Schafstall gelangen. Das ist ein umzäunter oder ummauerter Platz mit einem Tor. Meist sind mehrere Herden in einer solchen Umfriedung. Für ihre Sicherheit während der Nacht sorgt der Türhüter. Am Morgen kommen die Besitzer der Herden, rufen ihre Schafe mit Namen und verlassen mit ihnen den Schafstall durch das Tor. Einem Fremden würden die Tiere nie folgen, sie vertrauen nur dem mit der vertrauten Stimme!

Und nun stellt sich der Sohn GOTTES in Seiner Liebe zu allen Menschen als Multitalent vor:
JESUS ist die Tür und der Hirte. Seine Ich-bin-Worte im Joha

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