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Back to EpisodesTypisch Jesus: Heilen! Nachgehen! Kümmern!
Description
Mitte der Neunziger Jahre sind meine Frau und ich im mittleren Westen Irlands unterwegs. Dort besuchen wir die Aillwee-Höhle. Der Ausgang ist bereits zu sehen, Tageslicht verströmt Sicherheit und – klack – Tür zu, Licht aus: Dunkelheit. Nein, keine Dunkelheit! Völliges Schwarz. Es ist wirklich nichts zu sehen, gar nichts. Beängstigend! Wir sollen einfach ganz vorsichtig weitergehen, versuchen uns zu erinnern, wo der Weg verläuft, jemand wird die Tür schon finden. Nach einigen Augenblicken gelingt das auch. An diese Situation denke ich beim Lesen der biblischen Geschichte, die uns in den letzten Tagen bei „Bibel heute“ beschäftigt. Völlige Dunkelheit. Blind geboren!
Im Finale dieses biblischen Berichtes geht es jetzt richtig zur Sache. Mir sind dabei vier Dinge aufgefallen: Jesus kümmert sich um Ausgestoßene. Jesus sucht nach ihnen. Jesus stellt die Frage nach dem Glauben – und – Jesus bringt Licht ins Dunkel!
Jesus kümmert sich um Ausgestoßene!
Der heutige Bibelabschnitt fängt damit an: „Es kam vor Jesus, dass sie ihn ausgestoßen hatten.“ Was? Dieser Mensch wird ausgestoßen, weil er die Wahrheit gesagt hat. Hören Sie noch einmal das biblische Original: Johannesevangelium, Kapitel 9, Verse 33+34: Er, der Blindgeborene sagt: „Wäre dieser nicht von Gott, er könnte nichts tun. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Sünden geboren und lehrst uns? Und sie stießen ihn hinaus.“ Ja, dieser Mensch sagt die Wahrheit und erzählt, warum er sicher ist, dass dieser Mensch von Gott sein muss. Allerdings fühlen sich die Lehrer des Volkes belehrt. Das kommt gar nicht gut an.
Genau wie in unserer Zeit! Ich möchte ganz bewusst kein Beispiel nennen, aber wenn Sie einen Augenblick nachdenken, fällt Ihnen bestimmt etwas ein, wo Sie sagen: Es müsste einfach mal jemand die Wahrheit sagen. Die Wahrheit Gottes ist auch in unserer Zeit nicht gefragt; die Wahrheit, dass Jesus Christus sich am Kreuz geopfert hat für uns Menschen, und die Sündenschuld für uns weggeschleppt hat, diese Wahrheit wollen viele nicht hören. Wenn Menschen diese Wahrheit sagen, erleben sie Konfrontation und werden ausgestoßen, mindestens gemieden. Auch wenn dies in unserem Land noch nicht so deutlich ist, in anderen Regionen erleben Christen wegen dieser Wahrheit schlimmste Anfeindungen.
Mir gibt es immer wieder neuen Mut, dass ich weiß: Jesus kümmert sich persönlich um Ausgestoßene.
Jesus sucht nach ihnen!
Fast geht dieser kleine Hinweis unter: „Und als er ihn fand,“ lese ich inmitten des Verses 35. Wenn ich jemanden finde, dann habe ich vorher nach der Person gesucht. Mit der Heilung ist die Sache für Jesus nicht erledigt. Jesus sucht nach ihnen. Er kennt die Situation nur zu gut: Ablehnung! Verzweiflung! Unglaube! Jesus kennt diese Sachen, weil er sie selbst erlebt hat. Als Teil der Dreieinigkeit Gottes kennt er aber auch das Große und Ganze. Dazu lese ich einen wichtigen Hinweis im Brief des Paulus an die Epheser, Kapitel 6, Vers 12: „Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.“
Jesus kennt den Kampf, den Menschen führen, egal ob mir das bewusst ist, gegen wen ich anzutreten habe, oder