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Die großen Fragen der Menschheit (5): Wie retten wir uns vor unserem Planeten?

Die großen Fragen der Menschheit (5): Wie retten wir uns vor unserem Planeten?

Episode 2014 Published 2 weeks, 2 days ago
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F.A.Z. Podcast für Deutschland

Noch nie waren die Monate Juni und Juli in Europa so heiß wie in diesem Jahr. Der Klimawandel ist für jeden spürbar. Und die Wissenschaft ist sich sicher: Wir haben uns diese Entwicklung selbst zuzuschreiben, und wenn wir jetzt nichts dagegen tun, wird es noch schlimmer.

Doch was können wir tun? Welche Möglichkeiten haben wir, dem Klimawandel zu begegnen? Geht es dabei um Verzicht oder um Innovation? Und können wir das Problem überhaupt mit den Mitteln von Technik und Politik lösen? Oder muss sich unser Blick auf das Ganze ändern, weil technokratische Maßnahmen allein letztlich nicht tragfähig, damit auch nicht mit nachhaltigem Erfolg durchführbar sind?

Zunächst scheint sich alles um ein Thema zu drehen: Energie. Unsere Industrie, unsere Mobilität, unsere ganze Lebensweise hängen daran. Und der Energiebedarf wächst in Zeiten von Supercomputern und KI noch weiter. Bisher wurde Energie vor allem durch Verbrennung gewonnen. Bei der Verbrennung entstehen Treibhausgase. Diese verursachen die globale Erwärmung. Seit der Industrialisierung steigt der CO2-Gehalt in der Atmosphäre immer weiter an.

So gesehen gibt es zwei Hebel, um das Problem zu lösen: Entweder findet man rasch alternative, nicht weniger effiziente Wege der Energiegewinnung und kann sie flächendeckend etablieren. Oder man findet einen Weg, die Treibhausgase aus der Atmosphäre zu holen.

In dieser Podcast-Folge lernen wir zwei Wissenschaftler kennen, die Pionierarbeit auf dem zweiten Weg leisten. Der Chemie-Nobelpreisträger Benjamin List will einen Weg finden, CO2 zu spalten, sodass Kohle und Sauerstoff entstehen. Die Schwierigkeit: Dafür braucht es viel Energie, die auf saubere, CO2-neutrale Weise gewonnen werden muss. Zudem spricht Simon Strauß mit Lisa Hetzel, die als Nachwuchswissenschaftlerin in Lindau ist und ebenfalls in der Chemie forscht. Sie will herausfinden, wie man CO2 gewinnbringend umwandeln kann, sodass nicht nur das Gas aus der Atmosphäre gezogen wird, sondern zugleich nützliche neue Stoffe entstehen.

Außerdem spricht Simon Strauß mit dem Physik-Nobelpreisträger Steven Chu, der US-Energieminister während Barack Obamas erster Präsidentschaft war. Er sieht den Kampf gegen den Klimawandel weniger als eine Sache der Wissenschaft und neuer Technologien. Es braucht vielmehr eine Politik, die auf der Grundlage dessen, was wir jetzt schon wissen und können, kluge Entscheidungen trifft.

Bei einem Schulbesuch mit der Physik-Nobelpreisträgerin Donna Strickland wird deutlich: Es geht nicht nur darum, die geeigneten Mittel an der Hand zu haben und kluge Entscheidungen zu treffen. Beides muss auch kommuniziert, verstanden und verortet werden. Das gilt nicht nur für die junge Generation, sondern auch für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Wenn jeder nur an dem forscht, was ihn gerade selbst interessiert, aber dabei das große Ganze aus dem Blick gerät, wird auch die Wissenschaft uns nicht helfen können.

Können wir die Klimakatastrophe, die wir selbst herbeigeführt haben, noch aufhalten?

Host: [Simon Strauß]

Co-Host: Joachim Müller-Jung

Produktion: Co-Autoren & Redaktion: Pia Heinemann, Piotr Heller und Andreas Krobok Koordination & Recherche: Max Stange Aufnahmen, Musik & Sounddesign: Niklas Kleber Schnitt: Kevin Gremmel, David Brucklacher Dramaturgie & Regie: Michael Götz Voiceover: Kevin Gremmel, Felix Hoffmann, Kathrin Jakob, Andreas Krobok

Besonderer Dank geht an Birgit Schardt, Thomas Gruber, Daniela Thiel und das Kuratorium für die Lindauer Nobelpreisträgertagungen sowie an das Museum Cavazzen in Lindau


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