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Vertrauensverlust

Published 1 month, 2 weeks ago
Description
Der Bibeltext Johannes 8,37-45 – ausgelegt von Henning Kämpf.

Zwei Welten prallen aufeinander

Der Dichter Christian Morgenstern beschließt sein Gedicht „Die unmögliche Tatsache“

mit dem Satz: „nicht sein kann, was nicht sein darf.“

So empfindet es auch die führende Geistlichkeit der Juden mit Blick auf Jesus. Sein Reden und Handeln, seine menschennahe, liebevolle Art, passt einfach nicht in ihr Denkmuster. In den engen Vorstellungen vieler Pharisäer und der Botschaft Jesu von Sünde, Vergebung, Wahrheit und Freiheit prallen Welten aufeinander. Es besteht dringender Klärungsbedarf.

Klar, Jesus kennt ihre biographischen Wurzeln. Sie sind bis auf Abraham zurückzuführen. Fest in der jüdischen Tradition verankert, legen seine Kontrahenten darauf größten Wert. Doch genügt diese Abstammung zum Seelenheil?

In eindrücklicher Art und Weise und völlig schonungslos, zeigt ihnen Jesus, wie falsch sie unterwegs sind. Ihr Denken und Handeln entspricht in keiner Weise dem Glaubensleben des Abraham, sonst würden sie anders handeln. Jesus durchschaut ihre Absicht. Er weiß, dass er auf ihrer Abschussliste steht.
 

Jesu Auftrag und die Blindheit seiner Gegner

Deshalb ist jetzt Klartext angesagt. Jesus sagt im Lukasevangelium, Kapitel 11, 23: „Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich.“

Jesus handelt und predigt im Auftrag seines Vaters. Er gibt das weiter, was er von Gott gehört und gesehen hat. Jesus hat sich nicht selbst beauftragt. Er hat ein göttliches Mandat. Sein Vater, der lebendige Gott hat seinen Sohn selbst in diese Welt gesandt. Eigentlich müssten sie erkennen, wer Jesus ist. Schließlich geschehen Dinge, die lange vorhergesagt wurden.

Matthäusevangelium, Kapitel 11, 5: „Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt!“

Sie kapieren es einfach nicht. Sie sprechen eine ganz andere Sprache als Jesus. Wäre Gott ihr Vater, gäbe es keine Verständigungsschwierigkeiten. Sie würden Jesus lieben, verstehen und ihn als den Sohn Gottes erkennen. Jesus fragt sie deshalb ganz direkt: „Warum versteht ihr meine Sprache nicht? - Die Antwort kommt prompt hinterher: „Weil ihr mein Wort nicht hören könnt!“
 

Der Teufel als Meinungsmacher

Die Nachkommen Abrahams sind vollkommen taub für das Evangelium. Andere Nachrichten werden ihnen ins Ohr geflüstert. Teuflische Nachrichten: „… nicht sein kann, was nicht sein darf.“

Von Anfang an hat der Teufel versucht, Gott zu bekämpfen. Bereits im Paradies hat er durch gezielt platzierte Fake-News, falsche Nachrichten, Menschen beeinflusst, Gottes Wort in Frage zu stellen. Geschickt und listig hat der Teufel in der Weltgeschichte mit seinen Intrigenspielen Unfrieden gestiftet.

Doch nun kommt Jesus in diese Welt. Er ist der Einzige, der dem Teufel gefährlich werden kann. Deshalb mobilisiert er alles Teufel Mögliche gegen Jesus. Selbst die, die es wissen müssten, die mit Gottes Verheißungen vertraut sind, führt der Teufel in die Irre. Er missbraucht sie als Meinungsmacher gegen Jesus.

Die angesprochenen Juden halten sich für klug. Sie meinen, automatisch zu den Auserwählten Gottes zu gehören, nur weil sie als Nachkommen Abrahams geboren wurden. Jesus erkennt, dass sie geistlich weit weg von Abraham und seinem unerschütterlichen Gla

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