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Gründüngung - Bodenkur im Spätsommer

Gründüngung - Bodenkur im Spätsommer

Episode 153 Published 2 weeks, 5 days ago
Description
So wird der Boden bis zum Frühjahr locker und humusreich.

Gründüngung im Spätsommer/Herbst

Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com

Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an sabine.klingelhoefer@neudorff.com

Der Spätsommer steht vor der Tür. Zeit für eine Ruhepause im Gemüsegarten oder Zeit für ein Projekt?

  • Natürlich für ein Projekt!
  • Spätsommer = bester Zeitpunkt für Boden-Wellness.

Warum sollte ich mich ausgerechnet jetzt um den Boden kümmern?

  • Meisten Gemüsebeete sind abgeerntet. Viele denken: Gartenjahr endet langsam.
  • Tatsächlich jetzt ein idealer Zeitpunkt für Bodenpflege.

Warum das?

  • Boden noch warm, Samen von Gründüngung keimen schnell.
  • Ohne Gründüngung kann der Herbstregen Nährstoffe auswaschen.
  • Offene Böden verschlämmen außerdem über den Winter leicht.
  • Und die Mikroorganismen sind besser geschützt über den Winter
  • Gründüngung wirkt wie eine schützende Decke fürs Beet.
  • August bis Anfang Oktober = perfekte Zeit für Gründüngung.
  • Achtung bei spätem Start: Ab Mitte Oktober lieber winterharte Arten wie Winterroggen wählen. Abfrierende Pflanzen wachsen dann nicht mehr genug.

Was ist Gründüngung eigentlich?

  • Pflanzen werden nicht zur Ernte angebaut, bleiben nur vorübergehend auf dem Beet.
  • Vorteil: Pflanzendecke schützt vor Erosion und unterdrückt Unkraut; Wurzeln lockern den Boden.
  • Im nächsten Jahr: Mikroorganismen und Regenwürmer werden durch die zusätzliche organische Substanzaktiviert -> fördert Humusbildung.

Wann lohnt sich Gründünung besonders?

  • Eigentlich immer. Aber besonders, wenn du das hier willst:
  • Tiefenlockerung des Bodens, besonders nach dem Bauen.
  • Mehr Humus im Boden, weil aus den im Boden bleibenden Wurzeln Humus wird.
  • Mehr Mikroorganismen, Regenwürmer etc. Denn die brauchen Futter, sonst wandern sie ab.
  • Mehr Bodenorganismen machen den Boden lockerer, denn ihre Ausscheidungen verkleben Bodenteilchen und führen zu stabiler Krümelbildung.
  • Durch Leguminosen wie Lupine und Klee reichert sich Stickstoff im Boden an.
  • Unkraut unterdrücken.

Welche Gründüngungspflanzen eignen sich für Einsteiger?

  • Am einfachsten: Arten, die im Winter von selbst abfrieren.

Bienenfreund (Phacelia tanacetifolia)

  • Wächst rasant, lila Blüten, Insektenmagnet.
  • Aussaat bis Ende Oktober möglich, optimal aber bis Mitte September – kommt auch auf die Gegend an.
  • Unter 5-8 Grad in der Nacht, stellt Phacelia das Wachstum fast völlig ein.
  • Friert bei Aussaat im Herbst sicher ab, Beet lässt sich im Frühjahr leicht bearbeiten.
  • Fruchtfolge-neutral.

Gelbsenf (Sinapis alba subsp. Alba)

  • Bildet extrem schnell viel Grünmasse, leuchtend gelbe Blüte, gute Bienenweide.

  • Aussaat bis Ende September möglich, wächst auch bei kühlen Temperaturen zügig.

  • Friert sehr leicht und zuverlässig ab, Reste zerfallen zu einer dünnen Schicht.

    Buchweizen (Fagopyrum esculentum)

  • Bedeckt den Boden im Handumdrehen, hält den Boden mit feinen Wurzeln fest, Insektenweide (bei Aussaat bis Mitte August).

  • Aussaat im August nötig, damit er vor dem Frost ausreichend Laub und Wurzeln bildet; sehr frostempfindlich.

Was gibt es sonst noch für den Herbst?

Die Stickstoffsammler (Leguminosen): binden Stickstoff aus der Luft und düngen das Beet für Starkzehrer im nächsten J

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