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Gründüngung - Bodenkur im Spätsommer
Description
Gründüngung im Spätsommer/Herbst
Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com
Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an sabine.klingelhoefer@neudorff.com
Der Spätsommer steht vor der Tür. Zeit für eine Ruhepause im Gemüsegarten oder Zeit für ein Projekt?
- Natürlich für ein Projekt!
- Spätsommer = bester Zeitpunkt für Boden-Wellness.
Warum sollte ich mich ausgerechnet jetzt um den Boden kümmern?
- Meisten Gemüsebeete sind abgeerntet. Viele denken: Gartenjahr endet langsam.
- Tatsächlich jetzt ein idealer Zeitpunkt für Bodenpflege.
Warum das?
- Boden noch warm, Samen von Gründüngung keimen schnell.
- Ohne Gründüngung kann der Herbstregen Nährstoffe auswaschen.
- Offene Böden verschlämmen außerdem über den Winter leicht.
- Und die Mikroorganismen sind besser geschützt über den Winter
- Gründüngung wirkt wie eine schützende Decke fürs Beet.
- August bis Anfang Oktober = perfekte Zeit für Gründüngung.
- Achtung bei spätem Start: Ab Mitte Oktober lieber winterharte Arten wie Winterroggen wählen. Abfrierende Pflanzen wachsen dann nicht mehr genug.
Was ist Gründüngung eigentlich?
- Pflanzen werden nicht zur Ernte angebaut, bleiben nur vorübergehend auf dem Beet.
- Vorteil: Pflanzendecke schützt vor Erosion und unterdrückt Unkraut; Wurzeln lockern den Boden.
- Im nächsten Jahr: Mikroorganismen und Regenwürmer werden durch die zusätzliche organische Substanzaktiviert -> fördert Humusbildung.
Wann lohnt sich Gründünung besonders?
- Eigentlich immer. Aber besonders, wenn du das hier willst:
- Tiefenlockerung des Bodens, besonders nach dem Bauen.
- Mehr Humus im Boden, weil aus den im Boden bleibenden Wurzeln Humus wird.
- Mehr Mikroorganismen, Regenwürmer etc. Denn die brauchen Futter, sonst wandern sie ab.
- Mehr Bodenorganismen machen den Boden lockerer, denn ihre Ausscheidungen verkleben Bodenteilchen und führen zu stabiler Krümelbildung.
- Durch Leguminosen wie Lupine und Klee reichert sich Stickstoff im Boden an.
- Unkraut unterdrücken.
Welche Gründüngungspflanzen eignen sich für Einsteiger?
- Am einfachsten: Arten, die im Winter von selbst abfrieren.
Bienenfreund (Phacelia tanacetifolia)
- Wächst rasant, lila Blüten, Insektenmagnet.
- Aussaat bis Ende Oktober möglich, optimal aber bis Mitte September – kommt auch auf die Gegend an.
- Unter 5-8 Grad in der Nacht, stellt Phacelia das Wachstum fast völlig ein.
- Friert bei Aussaat im Herbst sicher ab, Beet lässt sich im Frühjahr leicht bearbeiten.
- Fruchtfolge-neutral.
Gelbsenf (Sinapis alba subsp. Alba)
Bildet extrem schnell viel Grünmasse, leuchtend gelbe Blüte, gute Bienenweide.
Aussaat bis Ende September möglich, wächst auch bei kühlen Temperaturen zügig.
Friert sehr leicht und zuverlässig ab, Reste zerfallen zu einer dünnen Schicht.
Buchweizen (Fagopyrum esculentum)
Bedeckt den Boden im Handumdrehen, hält den Boden mit feinen Wurzeln fest, Insektenweide (bei Aussaat bis Mitte August).
Aussaat im August nötig, damit er vor dem Frost ausreichend Laub und Wurzeln bildet; sehr frostempfindlich.
Was gibt es sonst noch für den Herbst?
Die Stickstoffsammler (Leguminosen): binden Stickstoff aus der Luft und düngen das Beet für Starkzehrer im nächsten J