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Back to EpisodesAusblick deutsche Konjunktur und Kommentar zu Yen-Intervention
Published 4 weeks ago
Description
Die deutsche Wirtschaft atmete im ersten Halbjahr auf und zeigte eine positive Entwicklung. Auch die Entwicklung der Auftragseingänge unterstützt das Bild einer moderaten Erholung. Darüber hinaus zeigten die Exporte im ersten Quartal eine Stabilisierung. Treiber für die Exportschwäche der vergangenen Jahre sind sowohl struktureller als auch konjunktureller Natur. So sind neben der schwachen globalen Nachfrage insbesondere standortspezifische Entwicklungen, Zölle und preisliche Wettbewerbsverluste, der chinesische Wettbewerb und eine Verschiebung des nachgefragten Produktmixes, wobei insbesondere KI-Investitionen und Dienstleistungen eine Rolle spielen, als Gründe anzuführen. Auch zeigen Modellschätzungen, dass die Elastizität deutscher Exporte zur globalen Nachfrage in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen ist. Gleichzeitig belastete die Entwicklung des realen effektiven Wechselkurses die preisliche Wettbewerbsfähigkeit. Dennoch: Der Ausblick einer sich stabilisierenden globalen Konjunktur, die insbesondere im kommenden Jahr etwas an Dynamik gewinnen dürfte, sowie die Exportentwicklung der ersten Jahreshälfte stützen das Bild einer weiteren Zunahme der Exportdynamik in der zweiten Jahreshälfte. Dementgegen stehen die niedrigen Pegelstände der deutschen Flüsse, die die Binnenschifffahrt einschränken und damit auch konjunkturell dämpfend wirken könnten.
Darüber hinaus hat die Abwertung des Yen gegenüber USD und EUR die Notenbanken der USA und Japans zur Intervention bewegt. Doch wie sinnvoll ist eine solche Intervention zur Stabilisierung der japanischen Währung?