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Back to EpisodesFreiheit, die Jesus meint
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Wahre Jüngerschaft: An Jesu Wort bleiben
Jesus spricht im Tempel noch einmal zu den Menschen. Es sind eindeutige Worte, die bewirken, dass nun viele an Jesus glauben. Zu diesen gläubig gewordenen Juden redet Jesus nun weiter: „Wenn ihr meine Worte ernst nehmt und euch danach richtet, wenn ihr tut, was ich euch gesagt habe, dann seid ihr wirklich meine Jünger und gehört zu mir. Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen.“
Da sind wohl so einige Fragezeichen in ihren Köpfen aufgetaucht. „Was redest du denn da? Warum sollen wir frei werden? Und wovon sollen wir überhaupt befreit werden? Wir sind doch freie Menschen, noch nie waren wir Knechte, um irgendjemanden zu dienen!“
Verschiedene Gesichter der Freiheit
Es gibt sicherlich verschiedene Gesichter der Freiheit. Wenn ich ein kleines Mäuslein aus den Pfoten meiner Katze entwende und ich ihr so die Freiheit wiedergebe, ist es vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis sie dem nächsten Räuber begegnen wird. Keine Freiheit auf Dauer.
Martin Luther spricht von der „Freiheit eines Christenmenschen“ und meint damit: „Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemandem untertan.“ Ich sehe das so: Wenn ich Jesus nachfolge und an seinem Wort bleibe, bin ich frei und gerechtfertigt vor Gott. Ich muss mir das Heil nicht erst durch gute Werke verdienen. Dann heißt es weiter bei Martin Luther: „Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht und jedermann untertan.“ Das bedeutet für mich: Aus Liebe und Dankbarkeit für die von Jesus geschenkte Freiheit diene ich meinem Nächsten gern, aus freiem Willen, ohne Zwang.
Über Dietrich Bonhoeffer lese ich, dass er seine Gefangenschaft im KZ auch im Angesicht des Todes mit unglaublicher Ruhe und Gelassenheit ertragen kann. Er weiß sich geliebt und geborgen in Gottes Hand. „…Dein bin ich, o Gott!“ Das ist eine große innere Freiheit.
Der Glaube als zarter Keim: Die Reaktion der Tempelbesucher
Wie ist das nun mit der Freiheit der Juden zur Zeit Jesu? Politisch ist ihre Lage nicht gerade rosig, denn das Land ist ja unter römischer Besatzung. Das Volk sehnt sich nach einem mächtigen, starken Befreier. Diese Gruppe um Jesus, gerade hier im Tempel zum Glauben gekommen, versteht nicht, was Jesus meint.
Der Glaube ist anfangs noch wie ein kleiner, zarter Keim. Zeit und gute Nahrung sind nötig, damit er Wurzeln schlagen und wachsen kann. Wer neu zum Glauben an Jesus Christus kommt, wird Vieles prüfen und hinterfragen. Ein Umdenken und veränderte Gewohnheiten sind die Folgen, aber das geht meistens nicht von heute auf morgen.
So ist es wohl auch bei den Tempelbesuchern. Sie können mit dem, was Jesus ihnen sagt, nichts anfangen. Deshalb widersprechen sie Jesus empört: „Wir sind doch Abrahams Nachkommen! Noch nie haben wir einem Herrn als Sklaven gedient! Was redest du denn da von frei werden?“ Als „Abrahams Kinder“ sind sie stolz auf ihre Abstammung, und dadurch haben sie auch eine gewisse innere Freiheit. Aus der Geschichte Israels ist ihnen sicher bewusst, dass ihr Volk sich imme