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Bienenflucht einsetzen: bekommt man das ohne Stress hin?
Description
Muss man vor der Honigernte wirklich jede einzelne Wabe abkehren, um den Honigraum bienenfrei
zu bekommen? Markus Habermehl zeigt in dieser Honigraum-Folge, dass es mit der richtigen
Bienenflucht deutlich stressfreier geht, für dich und für die Bienen.
Die Bienenflucht funktioniert wie eine Einbahnstraße. Sie wird zwischen Honigraum und Brutraum
eingebaut, sodass die Bienen über Nacht nach unten in den Brutraum wandern, aber nicht mehr
zurückfinden. Am nächsten Morgen lässt sich der Honigraum weitgehend bienenfrei abnehmen, ganz
ohne Abkehren jeder Wabe. Markus stellt verschiedene Bauformen vor: sternförmige, rhombische,
runde und Eck-Bienenfluchten.
Entscheidend ist das Timing. Eingelegt wird meist am Abend vor der Ernte, damit die Bienen über
Nacht abwandern können. Zwei Bedingungen müssen stimmen: Der Honig muss reif sein, und im
Honigraum darf keine Brut mehr sitzen. Wichtig auch: die Flucht nicht zu lange drinlassen, sonst
drohen Wärmestau oder Feuchtigkeitsaufnahme im Honig.
Typische Probleme entstehen bei zu hohen Temperaturen, Brut im Honigraum, undicht oder schräg
eingelegten Fluchten sowie offenen Honigräumen. Dann funktioniert die Methode nicht sauber, oder
es kommt zu Räuberei. Markus setzt deshalb auf die klassische Betriebsweise mit Absperrgitter als
Grundlage für einen reibungslosen Ablauf.
Wenn die Bienenflucht bei Hitze nicht funktioniert oder nur wenige Waben schnell raus sollen, greift
Markus zur Alternative: Abkehren oder Abschütteln, am besten mit einem Perlonbesen mit harten
Borsten.