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Das Herz ist voll Not – Gott hört

Published 1 day, 4 hours ago
Description
Der Bibeltext Psalm 53 – ausgelegt von Christiane Meyer.

1. Erschütterung über leere Gottesdienste

Als am Karfreitag – einem der höchsten Feiertage der Christen – nur eine Handvoll Menschen im Gottesdienst war, da war ich erschüttert und habe an die Worte aus Psalm 53 gedacht: „Gott schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, ob jemand klug sei und nach Gott frage.“

Ich erlebe das immer wieder. Kaum noch Menschen fragen nach Gott. Immer mehr Menschen wenden sich ab, orientieren sich an anderen Dingen oder Werten. Es scheint auch eine gewisse Gleichgültigkeit zu herrschen. „Ist ja okay, wenn für dich der Glaube an Gott gut ist. Für mich ist da etwas anderes besser. So sind wir doch beide okay, nicht wahr?“ Jeder glaube an das, was ihr oder ihm wichtig ist. Die Eine an Gott, der Andere an Macht, der Nächste an Erfolg und so wird dann jede und jeder nach seiner Fasson selig – oder auch nicht.

Es ist aber ja auch schwierig, an einen Gott zu glauben, der unsichtbar ist. Ich denke, aber das größte Problem unserer Zeit ist, dass wir so viel Not und Probleme in der Welt sehen und erleben.

Da kommt schon mal schneller das Gefühl auf, dass Gott sich nicht kümmert, dass er nicht eingreift, dass Gott gleichgültig ist. Und wenn ich das glaube – dann kann es sein, dass ich selbst auch gleichgültig gegenüber Gott werde. Klar, warum sollte ich mich um Gott kümmern, wenn ich ihm scheinbar egal bin?

Doch so ist es nicht! Gott ist voller Liebe zu mir und zu jedem Menschen auf dieser Welt. Ihm ist unsere Not nicht egal! Das zeigt das Geschehen an Karfreitag – der qualvolle Tod Jesu am Kreuz – ganz deutlich.
 

2. David – ein Mensch im Gespräch mit Gott

Doch zurück zu Psalm 53. Es ist ein Psalm von David. Und David hat auch viel Not erlebt. Er war lange auf der Flucht, weil König Saul ihm nach dem Leben trachtete. Er musste sich verstecken und wurde verraten. Und später als König hat auch er viel Not gesehen.

Doch David bleibt immer im Gespräch mit Gott. Das unterscheidet ihn von vielen Menschen heute. David hat viel Not und Einsamkeit und Seelenqual erlebt. Wenn ich die Psalmen lese, dann sehe ich das sehr deutlich. Aber er ist mit all seinen Gedanken, mit all seinen Zweifeln und Gefühlen immer zu Gott gekommen. Er ringt mit Gott in seinen Nöten, er schreit seine Zweifel heraus. Und dann äußert er immer wieder sein Vertrauen auf Gott. Er erwartet alles von ihm. Er rechnet mit Gottes Hilfe, mit Gottes Eingreifen.

Wie ist das bei mir? Wie sehr vertraue ich auf Gottes Eingreifen? Rechne ich mit seiner Hilfe? Oder spreche ich in meinem Herzen: Es ist kein Gott?

David hatte es, trotz aller Not, ein bisschen leichter als wir heute. Wir hören Nachrichten aus aller Welt. Sehen schreckliche Bilder von Not in fernen Ländern. Lesen Kommentare zum Zeitgeschehen im Internet und den sozialen Netzwerken, die uns in Zweifel stürzen können. Zweifel an allem und jedem. Auch an Gott.

„Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer“ sagt David. Ja, das Gefühl habe ich auch immer wieder.

Und doch ist es nicht wahr.
 

3. Lichtblicke – Menschen, die sich an Jesus orientieren

Es gibt überall auch Lichtblicke. Menschen

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