Episode Details

Back to Episodes
Gelée Royale: die teure Spezialnische der Imkerei

Gelée Royale: die teure Spezialnische der Imkerei

Episode 38 Published 1 month, 1 week ago
Description

Neben Honig, Wachs und Propolis gibt es ein Bienenprodukt, das kaum ein Hobbyimker je erntet:
Gelée Royale, auch Königinnenfuttersaft genannt. Markus Habermehl nimmt sich in dieser
Honigraum-Folge die Frage vor, ob sich diese Nische für kleine Imkereien überhaupt lohnt.
Biologisch entsteht Gelée Royale in den speziellen Königinnenzellen während der Königinnenzucht
und wird nur in winzigen Mengen produziert. Genau das macht die Ernte extrem arbeitsintensiv: viel
Handarbeit für sehr wenig Ertrag. Dazu kommen hohe Anforderungen an Kühlung, Lagerung und
Hygiene, denn das Produkt ist empfindlich und verdirbt schnell.
Ein Punkt, den Markus besonders betont: Gesundheitsbezogene Werbeaussagen beim Verkauf sind
rechtlich heikel. Wer Gelée Royale als Nahrungsergänzung mit gesundheitlichem Nutzen bewirbt,
bewegt sich schnell auf dünnem Eis.
Sein Fazit fällt nüchtern aus. Für die meisten Hobby- und Nebenerwerbsimker bleibt Gelée Royale
eher eine Liebhabernische als ein tragfähiges Geschäftsmodell. Der Aufwand steht in keinem guten
Verhältnis zum Ertrag, wenn man es nicht im großen Stil betreibt. Am Rande erwähnt er noch
Apilanil, ein Spezialprodukt aus Drohnenbrut, das in Deutschland kaum verbreitet und für die meisten
Imker eher eine Kuriosität ist.
Sein Rat an alle, die mit dem Gedanken spielen: Gelée Royale ist faszinierend, aber für kleine
Betriebe kein Hauptstandbein.

Listen Now

Love PodBriefly?

If you like Podbriefly.com, please consider donating to support the ongoing development.

Support Us