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Back to EpisodesBekenntnis des Petrus
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Begeisterung und Enttäuschung: Die Menge und das Wunder
Viele Menschen kamen, als sie hörten, dass Jesus in der Gegend war. Das war doch der Wundertäter, der Menschen heilen konnte. Welche Zeichen würden sie erleben? Sie sammelten sich um ihn und hingen an seinen Lippen, bis es Abend wurde. Und dann vollbrachte er etwas Unvorstellbares. Mit fünf Broten und zwei Fischen machte er 5000 Menschen satt. Volle Bäuche für alle! Was konnte so einer wohl noch tun! „Make Israel great again?“ Keine Zölle mehr an Unterdrücker! In die eigene Tasche wirtschaften! So einer musste König werden, dann würde es dem Land wieder gut gehen. Jubel!
Aber Jesus war nicht bereit, die Hoffnungen der Menschen zu erfüllen. Am nächsten Morgen versuchte er noch einmal, ihnen zu zeigen, wie kurzsichtig ihre Erwartungen waren. Ging es wirklich nur darum, volle Bäuche zu haben? Mehr Geld im Portemonnaie? Das alles ist doch vergänglich. Es ist viel wichtiger, dass die Seele nicht verhungert. Es ist entscheidender, nach dem zu trachten, was zum ewigen Leben dient. Und Jesus nennt sich selbst das Brot des Lebens, von dem sie essen sollten. Nach ihm sollte sich ihr Verlangen richten, weil er allein in der Lage ist, wahres Leben zu geben.
Anstoß und Abfall: Zu viel verlangt?
Enttäuschung! Nein, so hatten sich die Menschen das nicht gedacht. Wie konnte er so etwas sagen? Selbst Jünger, die ihn schon öfter erlebt hatten, nahmen Anstoß an dem, was er sagte. Gewiss, seine Zeichen und Wunder waren faszinierend und seine Reden erweckten Sehnsüchte. Er hatte ein Herz für das Volk und half ihnen. Da ließ man sich gerne auch einmal mitreißen und folgte ihm nach. Aber was er hier sagte, war ganz schön harter Tobak. Hier ging es um Konsequenzen. Er forderte volle Hingabe. Nur bei ihm, dem Menschensohn, gab es wahres Leben. Göttlicher Anspruch!
Das war zu viel! Viele seiner Jünger wandten sich von Jesus ab. Das forderte sie zu sehr heraus. So groß war ihr Glaube nicht, ihr Vertrauen in diesen Wanderprediger und Wundertäter. Das konnte man doch einfach nicht verstehen. Worauf ließ man sich da ein? Da war es doch besser, wieder nach Hause zu gehen. Was man hat, das hat man. Das Hemd, das man trägt, ist näher als irgendwelche Zukunftsversprechungen, die kein Mensch überprüfen kann. Also bleibt man doch besser bei dem, was man kennt.
Jesus wusste um die Einstellung der Menschen. Er wusste, dass sie sich lieber auf ihr eigenes Urteilsvermögen verließen als auf etwas, das sie nicht verstanden. Gottes Geist hatte es ihnen nicht aufgeschlossen. So ließ er sie ziehen.
Das Bekenntnis des Petrus: Wohin sonst sollten wir gehen?
Ob auch die Zwölf gehen würden, seine engsten Gefährten? Petrus machte sich zum Sprecher der Gruppe: „Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“ (V. 68) Sie alle hatten Jesu Reden und seine Taten aus nächster Nähe erlebt. Und wenn sie mit ihm unterwegs waren, dann hatten sie viel gesprochen. Er hatte ihnen viel erklärt. So war ihnen klar geworden, Jesus war ein ganz besonderer Mensch. Er gab ihnen, was ihnen sonst keiner gab. Er hatte sie zu anderem berufen als ihnen ihr bisheriges Leben geboten hatte. Menschenfischer sollten sie