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Description
Ein hitziges Streitgespräch und seine Vorgeschichte
Dieser biblische Bericht hat mich an manches persönliche Erleben erinnert, wo es zwischen Menschen nicht gerade sanft zuging, wo gegenseitiges Verstehen auf der Strecke blieb und wo viel aneinander vorbeigeredet wurde. Doch das, was uns hier begegnet an Wortgefechten, an Zumutungen und Unverständnis, das erstaunt mich sehr.
Ich muss sagen, dass mir das, was Jesus hier verkündigt hat, zunächst auch nicht leicht einging.
Um besser zu verstehen, habe ich mich daran gemacht und einmal nachgelesen, was diesem hitzigen Streitgespräch vorausgegangen ist.
Die Menschen haben am Tag zuvor ein grandioses Erlebnis mit Jesus gehabt. Sie sind zu ihm an das Ufer des Galiläischen Meeres gekommen und haben ihm den ganzen Tag über zugehört. Sie haben allerdings nichts zu essen, und deshalb knurren ihnen schließlich die Mägen. Jesus macht ein Wunder, das große Brotwunder, und so werden 5.000 hungrige Menschen gesättigt. Dies liegt in der Macht Jesu. Er ist schließlich Gottes Sohn und somit Gott gleich.
Einen Tag später begegnen ihm seine Zuhörer erneut in der Stadt Kapernaum – wohl in der Erwartung, dass wieder etwas Großartiges passieren wird. Doch es kommt anders.
Das Brot des Lebens: Was die Menschen verpasst haben
Jesus will die Menschen wissen lassen, dass sie am gestrigen Tag das Wichtigste verpasst haben. Denn durch diese Speisung soll ihnen etwas aufgehen, was noch erstaunlicher ist als das Wunderzeichen. Jesus erklärt es ihnen:
Ihr braucht mehr als einen vollen Magen, mehr als Brot aus Hafer oder Weizen.
Jesus sieht die Menschen. Er sieht tiefer. Sie denken, dass zwischen ihnen und Gott, ihrem Schöpfer, alles in bester Ordnung ist. Doch Jesus sieht es anders. Sie halten sich zwar äußerlich an gewisse Ordnungen Gottes, doch sie lieben den himmlischen Vater gar nicht. Sie lassen ihn links liegen.
So ist ein tiefer Graben entstanden. Nicht nur zwischen Gott und den Leuten in Galiläa, sondern zwischen Gott und allen Menschen. Die ursprünglich so hoffnungsvolle Beziehung ist zugrunde gegangen. Die Menschen leben in den Tag hinein, wie sie es für sich passend halten. Doch ihren Schöpfer blenden sie dabei einfach aus. Das nennt die Bibel Sünde.
Aber wie ist es möglich, diesen tiefen Graben zu überwinden und eine neue, eine lebendige Beziehung zu Gott zu finden? Danach fragen schließlich auch die Leute in Kapernaum.
Jesus erklärt es ihnen, indem er eine eigenartig anmutende Bildrede verwendet, mit der seine Zuhörer jedoch so gar nicht zurechtkommen.
Jesus beschreibt den Weg zu Gott, indem er den seltsamen Rat gibt, sein Fleisch zu essen und sein Blut zu trinken.
Als die Menschen das hören, erscheint ihnen dies abwegig und rätselhaft, ja sie fühlen sich provoziert. Ich kann verstehen, dass sie so reagieren und auch, dass sie Jesus empört widersprechen.
Selbst viele seiner Nachfolger können ihm hier nicht folgen und ziehen ihre Konsequenzen.
Das Kreuz als Brücke – Kreuz von Golgatha
Jesus ist dazu bereit, weil der himmlische Vater sucht, was verloren ist. Er liebt jeden Menschen. Ja, er hat Sehnsucht nach einer innigen Beziehung zu jedem. Er möchte uns Menschen beschenken mit seiner Fürsorge und mit seiner Liebe.
Doch wer von ihm getrennt ist, weil er seinen Weg ohne Gott geht, der kann diese Liebe und Fürsorge nicht erfahren. Und auch seine Sünde bleibt. Und damit auch der tiefe Graben.
Und weil wir