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Back to EpisodesUnsere Ursehnsucht ist der Hunger nach Gott
Description
Maxi und der Hunger nach Sinn
„Alle machen Druck!“ Maxi sitzt in ihrer ersten Therapie-Stunde. Sie ist 18 Jahre jung und soll endlich in die Gänge kommen. Die Therapeutin erfährt vom großen Erwartungsdruck der Familie. Maxi hat zu funktionieren. Sie sagt leise: „Ich muss doch erst wissen, was und wohin ich will! Ich brauche Zeit!“ Die hat sie offensichtlich nicht.
Die Schlussfolgerung von Maxi: So wie ich bin, bin ich nicht richtig und nichts wert. Sie ist auf Sinnsuche: Wer bin ich überhaupt?
Kennen Sie das auch, mithalten und funktionieren zu müssen oder Ihrer Leistung wegen geliebt zu werden?
Auch im Johannesevangelium geht es um menschliche Leistung, Werke, Erwartungen, aber gleichzeitig auch um einen ungestillten Hunger.
Maxi hat sich nicht beschwert, dass sie materiell Hunger leidet. Ihre Seele leidet. Sie fühlt sich wie im Sturm auf tosendem Wasser. Sie fühlt sich nicht ernst genommen.
Während meiner Praxistätigkeit habe ich erfahren, dass der menschliche Hunger nach Wertschätzung, Liebe und Annahme die Hauptsehnsucht ist und man tut sehr viel dafür, oftmals Ungesundes oder gar Schädliches, um diesen Mangel zu stillen. Letztlich ist aber unsere Ursehnsucht der Hunger nach Gott, dem Vater.
Maxi´s Hunger nach Sinn hat Gott ihr ins Herz gepflanzt
In 1. Mose 2,7 steht: „Der Mensch wurde eine lebendige Seele.“ Dafür wird das hebräische Wort Nefesch verwendet. Es meint im hebräischen Denken den Menschen als Ganzes, als Einheit von Körper und Lebensgeist. Folglich muss auch unser Hunger ganzheitlich sein. So haben wir gleichzeitig einen Hunger nach Irdischem und nach Himmlischem.
Gott selbst ist der Urheber von Hunger nach Himmlischem, der Unendlichkeit und dem Sinn. In Prediger 3,11steht: Gott hat die Ewigkeit in unser Herz gepflanzt. Ich liebe diese Wahrheit. Der Mensch ist für mehr als das Irdische geschaffen. Im Endlichen kommt sein Herz nicht vollständig zur Ruhe.
Cicero bekennt am Ende seines philosophischen Lebenswerkes: „Nachdem ich alles durchgemacht, finde ich nichts, das mir Ruhe brächte!“ Augustinus hingegen prägt den Satz: „Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir, oh Gott!“ So trennend ihr Fazit auch ausgefallen ist, sie vereint doch ihr Hunger nach Himmlischem. Gott hat diese Sehnsucht auch in ihrem Herz verankert. Es ist ein göttlicher Hinweis auf unsere Herkunft und Bestimmung.
Jesus ist von Gott autorisiert, uns die unvergängliche Speise zu geben
Im heutigen Bibelabschnitt Johannes 6, 28-40 spricht Jesus die Seele an, die genährt werden will wie der Körper.
Geografisch sind wir in Kapernaum. Dort findet die Volksmenge Jesus. Sie wollen weiter mit irdischem Brot versorgt werden. Jesus durchschaut sie und sagt: „Schafft euch Speise, die nicht vergänglich ist, sondern die bleibt zum ewigen Leben. Die wird euch der Menschensohn geben; denn auf dem ist das Siegel Gottes des Vaters.“ Jesus geht es um den inwendigen Menschen. Beschafft euch von mir unvergängliche Speise für eure Seelen.
Was ist gemeint mit dem Siegel Gottes auf Jesus, dem Menschensohn? Wenn etwas beglaubigt wird, wird es auch besiegelt. Wie ein Siegel einen Willen oder eine Urkunde beglaubigt, so hat Gott durch das Siegel seinen Sohn gekennzeichnet, um uns die unvergängliche Speise zu geben. Es geht Jesus um die innere Nahrung, die uns fehlt. Er sagt: Ich fehle in e