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Zion - Zuflucht und Hoffnung

Published 1 week, 1 day ago
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Der Bibeltext Psalm 48 – ausgelegt von Peter Brade.

Zion - ein Name und drei große Bedeutungen.

Eigentlich meint der Begriff Zion so etwas wie einen Schutzwall - eine Befestigung und in diesem Sinne einen Ort der Zuflucht. Ein geschützter Ort also, wo es keine Angst und Sorgen gibt. Ein Ort der Hoffnung, an dem Gott alles bestimmt und bestimmend ist.

Der Psalm 48 besingt diesen Ort, der aber nicht nur an einer Stelle ist. Der Name wandert und bezeichnet nacheinander verschiedene Orte. Zuerst meint Zion den Berg im Osten/Nordosten Jerusalems. Dort erbaute Salomo den Tempel im Alten Testament. Dann wanderte die Bezeichnung Zion auf den Berg im Südwesten, wo Jesus entscheidende Dinge wirkte. Und die dritte Bedeutung bezieht sich auf die Zukunft und meint mit Zion die Stadt Gottes im Himmel.

An allen drei Orten ist Gott den Menschen nahe: im Tempel, in der Gegenwart Jesu und im ewigen Leben. Zion steht also für viel mehr als nur für einen Ort. Es steht für die alttestamentliche, die neutestamentliche und himmlische Beziehung zu Gott.

Der Begriff Zion hat aber noch eine vierte Bedeutung geprägt: Den Zionismus, der sich für einen jüdischen Staat in der historischen Heimat einsetzt. Und hier ist man mitten in Jerusalem, wo sich heute die heiligen Orte von gleich drei Weltreligionen befinden.

Ich schaue auf den mächtigen Gott, der Jesus seinen Sohn auf die Welt schickte. Auf dem Zionsberg, dem Garten Gethsemane, auf Golgatha und dem Ölberg konzentrieren sich in Jerusalem die christlichen Inhalte des Heilsweges: das letzte Abendmahl, die Kreuzigung und die Auferstehung. Das Erlösungswerk Jesu Christi ist unmittelbar mit diesem heiligen Ort Jerusalem verknüpft - mit Zion in seiner umfassenden Bedeutung.

Doch der Reihe nach betrachte ich die drei christlichen Bedeutungen von Zion.
 

Zion – Der Berg des Tempelbaus

Der alttestamentliche Tempelberg in Jerusalem ist heute das wichtigste Heiligtum der Juden.

David vereinte die zwölf Stämme zu einem Königreich, machte Jerusalem zur Hauptstadt, begründete die Hoffnung auf einen Erlöser. David bereitete den Tempelbau vor, den sein Sohn Salomo vollendete. Der Tempel und die Stadt Salomos wird in Psalm 48 besungen. Hinter unbezwingbaren Mauern herrscht Recht und Gerechtigkeit, Freude, Schönheit und Pracht. Diese Stadt ist sicher und ewig und Gott führt das Volk.
 

Zion – der Berg der Kirchengründung

Doch im Südwesten von Jerusalem gibt es den Zionsberg, der heute in allen Karten eingezeichnet ist. Der Name ist vom Tempelberg hierhin übergegangen und zeigt eine neue Zeit auf, die des neutestamentlichen Zionsberges. In einer zweigestöckigen Kapelle aus der Kreuzfahrerzeit befindet sich im Obergeschoss der Abendmahlssaal und der Ort des Pfingstwunders. Mit der Ausgießung des Heiligen Geistes beginnen hier die Mission und die Weltkirche. Der untere Raum wird als Grab Davids verehrt. Unter einem Kloster dort sind Mauern einer alten byzantinischen Kirche gefunden worden. Dieses Kirchengebäude gilt als das älteste und wird als „Mutter aller Kirchen“ bezeichnet.

Vom Zionsberg kann ich auf den Ölberg und Garten Gethsemane blicken. Der Ölberg ist einer der zentralen Schauplätze der Bibel. Am Fuße des Berges, im Garten Gethsemane, betet Jesus in seiner letzten Nacht vor der Kreuzigung. Hier wird er von Judas verraten und von den Soldaten gefangen genommen. Auf dem Ölberg sitzend hält Jesus die Ölbergrede. Er spricht zu seinen

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