Episode Details
Back to EpisodesDas Börsenmagazin vom 24.Juli 2026
Description
Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten haben die Finanzmärkte belastet. Nach Angriffen der Huthi-Miliz auf Öltanker im Roten Meer stieg der Ölpreis auf über 100 Dollar pro Fass. Dadurch nahmen die Inflationssorgen zu und die langfristigen Zinsen legten erneut zu. Gleichzeitig rückte der Zollstreit wieder in den Fokus: Die USA führten neue Strafzölle ein, von denen auch die Schweiz betroffen ist.
An den Aktienmärkten überwogen leichte Verluste. Google übertraf zwar die Umsatzerwartungen, geriet aber wegen der enormen Investitionen in KI-Rechenzentren unter Druck. Erstmals seit dem Börsengang fiel der freie Cashflow ins Minus, was Anleger zunehmend kritisch beurteilen.
In der Schweiz präsentierte sich das Bild uneinheitlich. Roche und Novartis überzeugten mit starken Quartalszahlen, während Nestlé aufgrund hoher Restrukturierungskosten einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnete.
Die Europäische Zentralbank beliess die Leitzinsen unverändert, schloss weitere Zinserhöhungen aber nicht aus. Damit bleiben Hoffnungen auf bald sinkende Zinsen vorerst gedämpft.
In der kommenden Woche richtet sich der Blick auf die Quartalszahlen von Microsoft, Meta, Apple und Amazon. Gleichzeitig stehen die Zinsentscheide der US-Notenbank, der Bank of England und der Bank of Japan im Fokus. Von allen drei Zentralbanken wird vorerst eine abwartende Haltung erwartet.