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Wildobst – Wilde Früchte zum Naschen
Episode 149
Published 1 month ago
Description
Mit heimischem Wildobst kannst du Insekten, Vögel und dich selbst beglücken
Wildobst – Wilde Früchte zum Naschen
Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com
Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an sabine.klingelhoefer@neudorff.com
Es gibt Obstgehölze, die fast von allein wachsen, wunderschön blühen, Vögel und Insekten versorgen und dabei auch noch leckere Früchte liefern. Warum kennt die eigentlich kaum jemand?
- Das frage ich mich ehrlich gesagt auch.
- Wildobst gehört für mich zu den am meisten unterschätzten Pflanzen überhaupt.
Was ist Wildobst?
- Sammelbegriff für wilde oder naturnahe Obstgehölze.
- Meist Sträucher oder kleine Bäume.
- Liefern essbare Früchte.
- Gleichzeitig wichtige Nahrung für Insekten und Vögel.
- Oft heimische Arten oder seit langer Zeit eingebürgerte Gehölze.
- Das Geniale: Man verbindet den eigenen Naschgarten direkt mit aktivem Naturschutz.
Ist das besser als „normales“ Obst?
- Kann man so nicht sagen.
- Wildobst ist robust, langlebig und pflegeleicht.
- Viele Arten kommen mit Trockenheit und Frost gut zurecht.
- Oft deutlich weniger krankheitsanfällig als klassisches Obst.
- Früher waren viele Arten selbstverständlich, heute geraten sie etwas in Vergessenheit.
- Ideal für Anfänger, die nicht ständig schneiden, spritzen oder pflegen möchten.
- Aber auch weniger Ernte, z.T. gewöhnungsbedürftiger Geschmack.
5 Wildobst-Favoriten für den Garten
Kornelkirsche (Cornus mas)
- Der Frühaufsteher.
- Wächst als großer Strauch oder kleiner Baum, 3 bis 8 m hoch
- Leuchtend gelbe Blüten schon im Februar oder März.
- Eine der ersten Nahrungsquellen für Wildbienen; wichtige Pollen- und Nektarpflanze
- Rote, süßsäuerliche Früchte für Marmelade, Gelee oder Saft. Es gibt inzwischen sogar Sorten mit extra großen Früchten.
- Kann über 100 Jahre alt werden.
Felsenbirne (Amelanchier)
- Das Multitalent
- Wunderschöne weiße Blüten im April und Mai, wie Schneeflocken. Insektennahrung!
- Süße, blauviolette Früchte mit leichtem Marzipan-Aroma im Juni und Juli. Beliebtes Futter
- Sehr unkompliziert.
- Wächst malerisch 2 bis 6 m hoch, je nach Art und Sorte.
- Geeignet zum Naschen direkt vom Strauch, Kompott, Zutat für Smoothies.
- Schmecken auch lecker genug fürs Müsli
- Getrocknete Felsenbirnen wurden früher teilweise wie Rosinen verwendet.
- Die Kupfer-Felsenbirne, eine spezielle Art, hat eine leuchtende Herbstfärbung
Holunder (Sambucus nigra), Hollder, Fliederbeerenbusch
- Der Vielseitige – 2 Erntezeiten!
- Wächst schnell, als Großstrauch oder kleiner Baum, 3 bis 7 (über 10) m
- Blüten (Mai bis Juni) für Sirup.
- Früchte (August bis September) für Saft, Gelee oder Mus. Nicht roh essen – cyanogene Glykosid Sambunigrin verursacht Übelkeit, Erbrechen, Durchfall.
- Sehr wertvoll für Vögel (mehr als 60 Arten!) und Insekten.
- Fun Fact: Früher glaubten die Menschen, dass im Holunder gute Hausgeister wohnen. Deshalb wurde ein Holunderstrauch oft direkt neben dem Haus gepflanzt und besonders respektvoll behandelt.
Schlehe (Prunus spinosa), Schwarzdorn
- Die dornige Wilde.
- Heimische Heckenpflanze mit dichten, dornigen Zweigen; Pioniergehölz.
- Schützt Vögel vor Katzen und anderen Räubern.
- Liefert sehr viele Blüten (März bis April)
- Extrem wertvoll