Episode Details
Back to EpisodesJesus – Gottes Sohn und kein König von Menschen gekrönt
Description
Wunder ziehen Menschen an
Da ist vielleicht was los: Jesus zieht durch die Lande, um Menschen zu erzählen, wie Gott ist. Und immer zieht er Massen von Menschen an. Alte und Junge, Männer, Frauen und auch Kinder sind unterwegs. Es spricht sich schnell herum, dass er Kranke heilt. Der jahrzehntelang Gelähmte kann wieder aufstehen und gehen. Selbst ein todkrankes Kind wird durch Jesus wieder gesund. Jesus spricht ein Wort und daraufhin ereignet sich ein Wunder, wenn Jesus will. Verständlich, dass solche Taten Menschen anziehen.
Wunder beeindrucken. Wunder sind wunderbar. Und hier ist der Mann, der Wunder kann. Wer würde sich da nicht aufmachen und ein Teil der Menschenmenge werden!
So auch hier. Viele, viele Leute drängen sich zu Jesus.
Philippus sieht nur das Unmögliche – Andreas das Mögliche
Diese Treffen ziehen sich über Stunden. Jesus selber denkt daran, dass sich bei den Zuhörern Hunger einstellen wird. Er fragt Philippus, wo in dieser Gegend Brot zu bekommen ist. Der Berichtsschreiber Johannes erklärt gleich, dass für Jesus gar nicht fraglich ist, dass er die Menschen sättigen kann. Jesus weiß, dass er im Namen seines Vaters im Himmel Wunder vollbringen kann. Mit der Frage nach dem Brot will Jesus den Glauben von Philippus testen, wie es heißt. Und Philippus reagiert so richtig menschlich. Er guckt nur auf all die Umstände und sieht nur Unmögliches.
Selbst ein bisschen Brot für jeden kostet ein Vermögen. Und wer hat schon ein Vermögen? Das geht nicht, ist viel zu teuer. Brot für alle ist unmöglich, so seine Reaktion. Können Sie ihn auch so gut verstehen? Der Blick richtet sich so schnell auf die Umstände und da sehe ich meist Defizite. Ich sehe viel eher, was fehlt, woran es mangelt, anstatt auf das, was da ist. Ich sehe, wie knapp die Zeit ist, das Geld, die Ressourcen. Geht nicht, heißt es dann oft und Pläne werden begraben. Hätte Philippus aus diesen Gründen vielleicht die Versammlung aufgelöst und die Menschen nach Hause geschickt? „Geht nach Hause, liebe Leute. Denn wir haben kein Brot für Euch.“ Welche Chancen hätte er da verpasst! Hätte er doch nur auf Jesus geguckt!
Der Jünger Andreas ist anders. Er guckt sich die Menschen an und entdeckt einen Jungen, der Brote und Fische dabeihat. Wenigstens ein Bisschen hat dieser Junge – aber für Andreas scheint auch dieses bisschen Etwas viel zu wenig, um den Hunger aller Menschen dort zu stillen. Trotzdem schlägt er einen Weg ein, den Philippus nicht gegangen ist: Andreas bringt das bisschen Etwas zu Jesus.
Das Wunder der Brotvermehrung: Aus wenig wird Fülle
Jesus handelt nun so, wie es angesichts dieses Mangels niemand erwartet. Er weist seine Jünger an, dafür zu sorgen, dass alle einen Platz zum Sitzen finden. Sie sollen sich alle lagern auf das grüne Gras. Sogleich kann die Mahlzeit beginnen. Fünftausend Männer nehmen also Platz. Die anwesenden Frauen und Kinder tun das Gleiche. Was für eine riesige Schar an Menschen versammelt sich da!
Bevor Jesus nun mit einer Predigt über Gottes Reich beginnt, nimmt Jesus die fünf Brote und dankt Gott dafür. Er bittet seine Jünger um die Verteilung der Brote. Und was geschieht? Die Jünger gehen in die Menschenmassen mit dem Bisschen, was sie haben und verteilen das Brot. Doch das Brot wird nicht weniger. Stück für Stück wird ausgeteilt. Jeder bekommt so viel er braucht, um den Hunger zu stillen.
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