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Die Zeugen für den Sohn

Published 1 week, 5 days ago
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Der Bibeltext Johannes 5,31-47 – ausgelegt von Thorsten Keller.

Der Anlass: Heilung am Sabbat und der Anspruch Jesu

Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie brandaktuell die Berichte aus der Bibel heute sind! Was war vorher passiert? Jesus hatte an einem Sabbat einen lahmen Mann geheilt. Das hat provoziert, und natürlich waren Aufsehen und Diskussionen entstanden. In diesem Zusammenhang hat dann Jesus bezeugt, dass er der Sohn Gottes ist. Die oberen Juden trachteten danach, ihn zu töten, verfolgten ihn und konfrontierten ihn mit ihren Anschuldigungen.

Interessant finde ich zunächst einmal, welch unglaublicher Hass Jesus hier entgegenschlägt! Was hat er denn getan? Okay, er hatte das Sabbatgebot gebrochen und einen Menschen geheilt. Sollte er deshalb den Tod verdient haben? Ich glaube, der Kern ist hier ein anderer – und der ist brandaktuell.

Jesus nimmt für sich etwas in Anspruch: „Ich bin der Sohn des lebendigen Gottes.“ An anderen Stellen in der Bibel sagt er Ähnliches: „Ich und der Vater sind eins.“ – „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, als durch mich.Jesus sagt im Endeffekt: Ich bin Gott selbst. Und genau das ist es, was die oberen Juden derart in Aufruhr versetzt. Wenn das stimmte, müssten sie ihre Knie beugen, denn es ist der Herr selbst. Stattdessen wird Jesus angeklagt und es schlägt ihm eben dieser Hass entgegen.
 

Ein aktuelles Beispiel: Zeugnis auf dem Spielfeld

Ich hatte gesagt, das ist brandaktuell. Erlauben Sie mir ein Beispiel aus der heutigen Zeit zu nehmen: Felix Nmecha, der deutsche Fußballer beim WM-Spiel gegen Curaçao. Und ich möchte vorab deutlich klarstellen: Nicht alles, was er sagt oder tut, ist richtig. Ich beschränke mich lediglich auf die Aktion auf dem Spielfeld. Dort nämlich hat er genau diesen Jesus Christus bezeugt. Er hat mit anderen Christen gebetet, er hielt eine Bibel in der Hand und er hat seine Knie vor Christus gebeugt, indem er nicht sich selbst die Ehre gab, sondern seine „Krone“ nach seinem Tor auf den Rasenplatz ablegte. Und genau dafür gibt es an vielen Stellen Vorwürfe, Anfeindungen und sogar Hass. Warum? Was hat er getan?

Ich bin überzeugt davon, dass ein einfaches Bekreuzigen oder ein Finger Richtung Himmel keine solche Diskussionen nach sich gezogen hätten. Das ist religiös – das ist unverfänglich. Er aber hat den Namen Jesus Christus bezeugt und damit den Anspruch, dass Jesus Gott ist, bekräftigt. Genau dadurch geraten Menschen damals wie heute in Aufruhr. Warum das so ist, kann im heutigen Text erkannt werden.
 

Der Scheideweg: Wahrheit oder Selbsterhöhung

Jesus konfrontiert seine Ankläger mit tiefen geistlichen Wahrheiten und bringt ans Licht, dass es hier ein geistliches Problem gibt, das bis heute immer dasselbe zu sein scheint. Es ist der Scheideweg der Wahrheit. Und hier nimmt jemand für sich diese Wahrheit in Anspruch.

Jesus sagt: Bin ich nur ein Mensch und zeuge von mir, ist es nichts wert – sprich, es ist eine philosophische Annahme. Es bleibt ein Gedankenspiel. Und es bleibt unverbindlich. Und genau da liegt das Problem:

Wie viele religiöse Diskussionen habe ich persönlich auch schon bei Geburtstagen etc. geführt: Meine

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