Episode Details
Back to EpisodesHöre ich Gott zu?
Description
Wahrlich, wahrlich – Wenn Jesus etwas besonders Wichtiges sagt
Haben Sie die Worte noch im Ohr? „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch …“ und kurz darauf noch einmal: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch …“
Jesus beginnt seine Aussagen oft mit diesen Worten, wenn er etwas besonders Wichtiges zu sagen hat. „Amen, amen, so ist es“, so lauten sie in anderen Bibelübersetzungen. Was ist Jesus so wichtig? Und warum?
Er befindet sich in der Auseinandersetzung mit den jüdischen Behörden. Die machen ihm die Heilung eines Kranken am Sabbat zum Vorwurf und wollen nicht anerkennen, dass Jesus sich als Sohn Gottes bezeichnet. In dieser Diskussion spricht Jesus Sätze, die sich in der Übersetzung der Basisbibel so anhören:
„Amen, amen, das sage ich euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich beauftragt hat, hat das ewige Leben. Er kommt nicht mehr vor Gottes Gericht. Sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen.
Amen, amen, das sage ich euch: Die Stunde kommt, ja, sie bricht schon an: Da werden die Toten den Ruf des Gottessohnes hören. Und diejenigen, die ihn hören, werden leben!“ (Vers 24 und 25)
Hören, Glauben, Leben – Der Schlüssel zum ewigen Leben
Das sind Aussagen, die ich wegen ihrer großen Dichte und umfassenden Bedeutung am liebsten gar nicht auslegen, sondern einfach so stehen lassen würde. Ich habe sie wieder und wieder gelesen, leise und laut, um zu hören, wie sie klingen, was sie in mir auslösen.
Ob Sie sich einen Moment Zeit nehmen, diese Worte selbst laut zu lesen, um zu hören, wie sie in Ihnen klingen? –
Nun also doch einige Gedanken dazu:
„Höre, Israel! Höre des Herrn Wort!“ So oder ähnlich lese ich es an vielen Stellen im Alten Testament. Und auch im Neuen Testament fordert Jesus immer wieder zum Hören auf. „Wer Ohren hat zu hören, der höre“ (Matthäus 13,9), zum Beispiel. Oder: „Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren.“ (Lukas 11,28), oder als die Jünger Jesu Herrlichkeit sehen, sagt Gott über Jesus: „Dies ist mein lieber Sohn, den sollt ihr hören.“ (Matthäus 17,5)
Zwischenmenschliche Beziehungen gelingen und bleiben lebendig, wenn ich gelernt habe, hinzuhören. Und auch die Beziehung zu Gott bleibt lebendig, wenn ich seine Worte immer wieder höre, sie meditiere, in mich aufnehme.
Das Hören auf die Worte von Jesus hat zur Folge, dass ich an Gott, den Vater, glaube, dass ich mich ihm anvertraue. Wer in diesem beständigen Hören und bleibendem Vertrauen lebt, bei dem ereignet sich ewiges Leben, schon hier und jetzt.
Ewiges Leben – das beginnt nicht erst nach dem physischen Tod, sondern ist Leben in Beziehung zu und mit Jesus, und durch ihn zu Gott, seinem Vater.
Tod wird in der Bibel nicht nur physisch verstanden, sondern auch als Beziehungslosigkeit, als Trennung von Gott. Wer die Verbindung zu Gott, dem Schöpfer und Erhalter alle