Episode Details
Back to EpisodesZion, die Mutter der Völker
Description
Hintergrund: Die Korachiter und die Geschichte Jerusalems
Die Korachiter sind die Nachkommen des Korach, ein Aufrührer, der sich während der Wüstenwanderung gegen Mose und Aaron erhebt und einen Aufstand anzettelt. Er wird von der Erde verschlungen. Seine Söhne sind später Tempeldiener und Sänger. Sie haben diesen Psalm gedichtet und sicher auch gesungen.
Ein Hügel in Jerusalem wird Zion genannt. Später wird der Ausdruck Zion im biblischen Verständnis oft für ganz Jerusalem angewendet. Die Tore der Stadt stehen somit bildlich gesprochen für die gesamte Stadt – für deren Schutz, aber auch für die Rechtsprechung und – in friedlichen Zeiten – fungieren sie auch als Begegnungsstätte.
Aber! – Wer kennt heutzutage noch die ganze Geschichte von Jerusalem?
Einer der Söhne Noahs heißt Ham. Der wiederum zeugt seinem Vater einen Enkel – der heißt Kanaan. Später wird nach diesem Mann auch das Land so benannt, in welches Abraham vor ca. 4.000 Jahren von Gott hineingerufen wird. Es ist das verheißene Land, in welchem Gott ihm so viele Nachkommen verspricht, wie Sterne am Himmel stehen.
Im Hochland Kanaans, dort zwischen lieblichen Hügeln steht eine Stadt, die später – nach der Eroberung Davids – Jerusalem genannt wird. Der Urvater der Israeliten trifft dort bereits ca. 1.000 Jahre vor David auf den König und Priester des Höchsten – Melchisedek. Dieser ist göttlicher Herrscher der Stadt Jebus, die auch Salem genannt wird. Hier leben die Jebusiter, ein kanaanäischer Stamm, der laut der Völkertafel im Buch Genesis, also dem 1. Buch Mose, ausdrücklich erwähnt wird.
Durch diese Begegnung zwischen Abraham und Melchisedek erkennt Abraham aus dem Bekenntnis des Priesterkönigs, dass auch dieser an denselben Gottglaubt, wie er. Abraham opfert den Zehnten von der ganzen Beute, die er nach der Befreiungsschlacht des Lot erhalten hat, an diesen Melchisedek.
Auslegung: Zion als Mutter aller Völker
Aus den eben gelesenen Psalmworten heraus begreife ich, was in den Versen 4–6 zum Ausdruck kommt. Ich wiederhole noch einmal: „Ich zähle Ägypten und Babel zu denen, die mich kennen, auch die Philister und Tyrer samt den Kuschitern: Die sind dort geboren.“ Man wird von Zion sagen: „Ein jeder ist dort geboren“; und er selbst, der Höchste, erhält es. Der HERR spricht, wenn er aufschreibt die Völker: „Die sind dort geboren.“
Jetzt kann ich nachvollziehen, warum diese Stadt die Mutter aller damals bekannten Völker ist. Das wiederum ist wichtig für die Zukunft, auf die ich hinlebe. Es ist ja geradezu eine revolutionäre Erkenntnis, dass die heutigen Gegner Israels, wie z. B. Ägypter, Babylonier, Philister, Menschen aus Tyrus und Kusch, als Abkömmlinge Zions genannt werden. Das aber wiederum passt zu den Verheißungen bei Jesaja und Sacharja, dass die Nationen zum Gott Israels kommen werden.
Ist das nicht eine wirkliche Frohbotschaft?
Wie geht es dann weiter? Vor ca. 3.000 Jahren – also 1.000 Jahre nach Abraham – erobert König David diese alte Metropole und macht sie unter dem Namen Jerusalem zur Hauptstadt seines Reiches. Durch die Überführung der
Listen Now
Love PodBriefly?
If you like Podbriefly.com, please consider donating to support the ongoing development.
Support Us