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Back to EpisodesEine Ausnahme mit Erfolg
Description
Die Begegnung am Brunnen und das Staunen der Jünger
Es ist damals gar nicht üblich, dass ein Mann mit einer fremden Frau redet. Die Jünger staunen darüber, das ist verständlich, denn jüdische Rabbiner vermeiden das Gespräch mit Frauen, vor allem wenn sie allein sind. Aber das ist nur eine Seite. In den Sprüchen heißt es: „Wem eine tüchtige Frau beschert ist, die ist viel edler als die köstlichsten Perlen."
Interessanterweise schweigen die Jünger. Haben sie gemerkt, dass da etwas missionarisch sehr Wichtiges geschieht?
Die Frau als Botin – von der Sünderin zur Missionarin
Die Frau lässt ihren Wasserkrug stehen und geht in die Stadt. Sie, die mittags allein kommt, ruft jetzt die Leute zu Jesus. „Kommt!" Ich habe den gefunden, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe. Sie bekennt sich also zu ihrer Vergangenheit. Wahrscheinlich sind ihre Verhältnisse schon vorher allen bekannt. Die Frau bezeichnet Jesus als Propheten. Schaut selbst nach, ob er nicht vielleicht der Christus ist. Sie ist völlig erstaunt darüber, dass ihr so etwas widerfahren ist.
Da kommen die Leute aus der Stadt heraus und kommen zu Jesus. Als Leser heute staune ich darüber, dass die Worte dieser Frau solch eine Wirkung haben. Ja, darüber kann man schon staunen, dass aus einer stadtbekannten Sünderin eine Missionarin wird. Sie, die die Menschen gemieden hat, sie wirbt nun für Jesus. So sehr, dass sie fast schon wie eine Vorläuferin für die Weltmission ist.
Jesu Speise: der Wille des Vaters und das Werk der Erlösung
Die Jünger bekommen noch gerade mit, dass Jesus mit der Frau spricht, aber dann geht sie gleich weg. Sie ermahnen Jesus: Rabbi, iss! Die Jünger wollen dem müden Jesus aufhelfen. Aber Jesus wehrt ab. Die Jünger fragen sich: „Hat ihm vielleicht jemand was zu essen gebracht?" Sie sind ratlos. Er sagt: „Meine Speise ist die, dass ich tue den Willen dessen, der mich gesandt hat und sein Werk vollende." Jesus lebt davon, den Willen des Vaters zu tun. Das ist ihm wichtiger als die irdische Speise. Bei der Versuchung in der Wüste hat er dem Teufel geantwortet: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das aus dem Mund Gottes geht."
Jesus hat mal gesagt: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen."
Indem der Sohn den Willen des Vaters tut, verwirklicht sich die Einheit vom Vater und vom Sohn als eine Gemeinschaft ihres Willens.
Aber da steht noch ein Wort: „sein Werk vollenden." Mit diesem Werk ist gemeint, dass Jesus den Glaubenden das ewige Leben gibt. Dass Jesus den Glaubenden das ewige Leben gibt, ist das nicht durch den Sühnetod Jesu am Kreuz geschehen? Ja, Jesus hat gesagt: „Denn ich bin vom
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