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KI ohne Process Owner ist Spielzeug
Description
Ein KI-Agent bricht vollautomatisch in Systeme ein, verschlüsselt Daten, schreibt einen Erpresserbrief — und vermasselt dann die Bitcoin-Adresse, weil er halluziniert. Klingt wie Satire, ist aber der erste dokumentierte Fall autonomer KI-Ransomware. Genau hier steigt Folge 3 ein.
Alexander Oelling nimmt sich vier Schlagzeilen der Woche vor und zeigt, was darunter liegt: die überraschende Sperrung von Fable 5 für Nicht-US-Nutzer und die Geschichte dahinter (Cybersecurity-Lücken, ein Anruf im Weißen Haus, Export als Regulierungswaffe), der Aufstieg chinesischer Open-Source-Modelle, die knapp hinter den Top-Modellen liegen und 60–90 % günstiger sind, und die Frage, warum Anthropic OpenAI beim Umsatz überholt — bei Kosten, die praktisch unbegrenzt weiterlaufen.
Der eigentliche Kern der Folge ist aber unbequemer: Warum kommt trotz immer mächtigerer KI so wenig davon im Unternehmen an? Alex' Antwort dreht sich weniger um Technik als um Kontrolle. Am Beispiel eines Fahrstuhltechnikers und eines CEOs, der sich „mal eben" ein Dashboard aus Cloud Code zieht, macht er sichtbar, wie schnell man in Shadow IT, Datenabfluss unter dem US Cloud Act und den Verlust der eigenen Datenhoheit rutscht. Dazu: Warum ein lokaler Token nur Strom kostet, warum seine eigene Stromrechnung von 70 auf 500 Euro im Monat gesprungen ist, und was digitale Souveränität wirklich bedeutet — nämlich Prozesse, Daten und Kosten kontrollieren zu können, nicht „Open Source" auf eine Folie zu schreiben.
Am Ende ein Satz, der hängenbleibt: KI ohne Process Owner ist Spielzeug.
Mehr zu Alexander Oelling: https://www.linkedin.com/in/alexanderoelling/